[wanderlust] Wellnesswochenende im Berchtesgadener Land

Über meinen Geburtstag ging es ein Wochenende in ein Wellnesshotel, weil unsere Amsterdam-Pläne mangels günstiger Flüge auf nächstes Jahr verschoben wurden. Ich bin immer noch tiefenentspannt…


Das Hotel

Das Gut Edermann liegt im winzigen Teisendorf, besser gesagt im noch winzigeren Holzhausen. Trotz der Abgeschiedenheit ist das Hotel wirklich groß und vor allem bei Nacht wirkt es durch die vielen Lichter wie ein kleines Märchenschloss. Ein großer Parkplatz ist auch vorhanden (ich denke die Anreise mit Bus und Bahn ist eher schwierig) und man hat es nicht weit nach Salzburg, Traunstein oder zum Chiemsee.

Unsere Zimmer (und auch das gesamte Hotel) waren super sauber und eine kleine Tasche mit Handtüchern, Bademantel und Schlappen wartete nur darauf ausgepackt und benutzt zu werden. Dazu gab es eine Flasche Wasser für jeden. Das Zimmer war zwar nicht groß, dafür war die Dusche riesig und der Balkon (mit Bergblick) auch. Pro Person kostet das Doppelzimmer „TraumART“ inklusive Halbpension 109€ pro Nacht. Das gesamte Personal war super freundlich und wir haben uns richtig wohl gefühlt.

Der Spa-Bereich ist sehr geräumig und man findet immer irgendwo ein ruhiges Plätzchen. Der Pool öffnet schon frühmorgens, sodass man selbst vor dem Frühstück schon eine Runde Frühsport einlegen kann.  Ich bin aber meistens mit einem Buch davor gelegen…Wellnessen ist schließlich anstrengend. („Der Sommer ohne Männer“ hab ich jetzt durch, auch wenn es nicht zur Jahreszeit gepasst hat…) Ansonsten gibt es sieben Saunen in verschiedenen Temperaturen und sogar eine Infrarotsauna.  Draußen befinden sich zwei Außenpools (a…kalt) und ein Ruheraum, in dem ich eine Privatyogastunde!! hatte, weil sich nicht genügend Yogis gefunden haben. Super cool – mit Bergpanorama! Im Sommer stell ich mir den Außenbereich sehr chillig vor, im Winter war’s mir doch ein wenig zu frisch. Der nette „Saunameister“ sorgt dafür, dass es allen gut geht und bringt einem Getränke von der Karte; Wasser und Tee gibt es kostenlos.

Ein Fazit vorab: Ein gelungenes, sehr entspannendes Wochenende in einem absolut empfehlenswertem Hotel!

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Wir haben 10 Euro pro Nacht mehr investiert und ein Zimmer mit Bergblick gebucht…hat sich gelohnt!

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Unsere Balkon-Aussicht…traumhaft

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Der Außenpool (ein Naturteich) und der Ruheraum

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Eingang in den Spa-Bereich

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Innenpool (von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr geöffnet)

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Wasser- und Teebar im Spa-Bereich

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Insgesamt gibt es sieben verschieden heiße Saunen…da ich wegen meine Haut nicht so der Sauna-Fan bin, hab ich aber nur zwei ausprobiert

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Massagen & Co.

Wir haben es uns mal richtig gut gehen lassen, es war ja aber auch mein 25. Geburtstag, den man gebührend feiern sollte. Ich hatte eine sehr entspannende Pediküre inklusive Lack (Ergebnis siehe unten) und eine Hot-Stone-Massage, bei der man mit heißen Steinen massiert wird…seeeehr angenehm! Meine Massage (25 Minuten) hat 34€ gekostet, die Gesichtsmassage inklusive Reinigung (30 Minuten) für meine Begleitung gab’s für 32€. War also alles nicht ganz billig, aber das sind leider spaübliche Preise und ab und zu sollte man sich sowas einfach gönnen.

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Um schöne Füße reicher und 51€ ärmer 😀

Kulinarik

Wie schon gesagt war im Preis zwei Mal Frühstück und zwei 4-Gänge-Menüs inbegriffen. Das Frühstücksbuffet war riesig und es gab von Käse, über Wurst, Rührei, Räucherlachs, Brot, Semmeln, Croissants, Joghurt, Obst etc. alles was das morgendliche Herz begehrt. Vieles davon waren regionale Bio-Produkte und bis abends waren wir pappsatt. Säfte, Tees und jegliche Kaffeekreationen waren ebenfalls inklusive. Einziges Manko: Wir kamen morgens in den Frühstückssaal und waren die einzigen Leute, wir wussten also nicht, wo wir uns hinsetzen dürfen, etc. Es hat dann eine Weile gedauert bis jemand kam, aber immerhin konnten wir so den Blick auf die verschneiten Alpen in Ruhe genießen.

Abends wurde uns dann ein außerordentlich leckeres Menü serviert, Getränke mussten wir extra bezahlen. Mir hat eigentlich alles geschmeckt, müsste ich mich aber entscheiden, war das Tiramius am zweiten Tag am aller(aller)besten. Die Mini-Zuckerwatte, die oben drauf lag, war eindeutig der ausschlaggebende Punkt!

Freitagsmenü

Carpaccio vom Wildlachs mit Asia-Mayonnaise, Keta-Kaviar und Salatspitzen

Cremesuppe von der Strauchtomate

Käsespätzle mit Röstzwiebeln oder

Filet vom Naturrind in einer Sauce vom Marrakesch Pfeffer mi sautiertem Mini-Gemüse und Röstkartoffeln oder

Wallerfilet in Veltliner mit Perlgrauben und gebratenem Feldsalat

Creme Karamell mit Gewürzorangen oder

Bergader Almkäse mit Honig

Samstagsmenü

Lauwarmes Saiblingsfilet auf Zuckererbsenmousseline und geschmolzenen Cocktailtomaten

Klare Räucherfischsuppe mit Fenchel und Makrele

Rosa Lammrücken in Thymianjus auf Paprikagemüse und Maronenauflauf oder

Gebratener Steinbutt auf Weißweinrisotto und Broccoli oder

Cremige Linguine gekrönt mit schwarzem Trüffel und knusprigen Rucola

Tiramisu mit Erdbeersorbet oder

Mondseer mit Begleitung

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Unser Dinnerrestaurant

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Semmeln, Brot, Brezn und Croissants

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Kaffee, Cappuccino, Tee und Säfte gab es gratis

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Ein Teil des Frühstücksbuffets

Ausflug nach Salzburg

Von unserer Wellness-Oase waren es nur knapp 30km nach Salzburg. Deshalb sind wir Samstag nach einer ausgiebigen Spa-Einheit in Mozarts Geburtsstadt gedüst. Ich war bisher nur zum Christkindlmarkt da und wollte mir die Stadt nochmal im Normalzustand angucken. Es war traumhaftes Wetter und dementsprechend viel los. Trotzdem fand ich die Fußgängerzone (Getreidegasse) recht schön zum bummeln. Man findet dort zwar auch viele Souvenirläden und deshalb auch viele nervtötende Touris, aber in einen hat es uns dennoch gezogen, weil wir natürlich eine Mozartkugel probieren wollten. Entgegen meiner Vorstellung, gibt es da grooooße Unterschiede und alle Mozartkugeln über einen Kamm zu scheren ist für die Salzburger fast schon eine Beleidigung. Die „Echten“ sind von der Konditorei Fürst, die von Reber waren aber auch nicht schlecht. Eine echte Melange mit Sahne und einen Einspänner (Espresse, Kakao und Milch) mit Apfelkuchen und Nougattorte gab es im Café Tomaselli , das leider etwas touristenüberlaufen war. Nächstes Mal würde ich lieber ins Café Mozart, da das direkt an der Salzach und etwas abseits des Rummels liegt.

In der Altstadt haben wir uns natürlich das Geburts- und Wohnhaus von Mozart (von außen) und das Schloss Mirabell angeguckt. Ich muss sagen, dass mich der Charme von Wien mehr in seinen Bann gezogen hat, Salzburg aber trotzdem ein schönes Städtchen ist – perfekt für einen Tagesausflug!

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Kuchen, Einspänner und Melange im Café Tomaselli

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Schloss Mirabell

Schloss Mirabell

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Festung Hohensalzburg und die Salzach

3 comments

  1. Monika says:

    Wow wunderschönes Hotel! Privatyogastunde ist nicht schlecht und wie man auf deinen Fotos erkennen kann, hat sich der Bergblick wirklich ausgezahlt. Ich habe blöderweise vor kurzem schon mein Hotel für diesen Sommer gebucht, aber denke, dass ich damit auch eine gute Wahl getroffen habe, wenn auch nicht ganz so luxuriös. 🙂 Wir werden diesmal im Hotel Reissenlehen in Bischofswiesen eine Woche verbringen, der Naturpool (siehe hier) hat mich überzeugt… Hoffentlich auch mit Bergblick!
    Lg, Monika

    • Ephraims Tochter says:

      Das Hotel sieht aber auch gut aus! 🙂 Dann wünsch ich dir auf jeden Fall viel Spaß und hoffe du berichtest, wie es dir gefallen hat!! LG

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