[wanderlust] What to do in Indonesien

Wir waren 4 Wochen in Indonesien und haben von den knapp 17.500 Inseln gerade einmal 4 geschafft. Deshalb ist das hier natürlich kein umfassender Reisebericht über ganz Indonesien, aber zumindest Bali haben wir ganz gut abgegrast, ein paar der Highlights auf Java gesehen, die kleine Insel Gili Air erkundet und zumindest einen Ort auf Lombok gesehen. Viel Spaß mit meinen 15 Tipps!

 

Ich hatte den Reiseführer von *Stefan Loose dabei und war sehr zufrieden! Er umfasst die Regionen Java, Bali, Nusa Tenggara, Sulawesi, Kalimantan, Sumatra und der Westen von Neuguinea, sodass ich ihn also wohl auch auf meiner zweiten Erkundungsreise Indonesiens (sollte es denn eine geben) verwenden werde. Vor allem die Spaziergänge haben mir gut gefallen und auch die Verhaltenstipps und auch Karten waren sehr praktisch. Es war immer schön abends noch etwas im Reiseführer zu blättern und mehr über das zu erfahren, was man sich tagsüber angeguckt hat. Auch den Gepäck-Check zum Ankreuzen war beim Packen sehr hilfreich!

1. Den Borobodur und Prambanan Tempel (Java) besichtigen

Der Borobodur mitten im Dschungel Javas ist wirklich ein Must-See und das Foto des Tempels findet man in allen Reiseführern als Highlight. Deshalb ist die Tempelanlage, die eine der größten von Südostasiens ist, natürlich auch etwas überlaufen und ich empfehle euch seeeehr früh zu kommen, sonst ist das Ganze kein Spaß und man wird ständig angequatscht, ob man nicht fotografiert werden dürfte (man fühlt sich schon ein bisschen wie ein Rockstar in asiatischen Ländern…). Wenn man ganz oben angekommen ist und die Berge ringsherum noch etwas neblig sind – das ist ein ziemlicher Gänsehaut-Moment. Ein Tipp: Kommt zum Sonnenaufgang nicht hierher (so wie jeder), sondern betrachtet den Sonnenaufgang etwas entfernt vom Phuntuk Setumba (Punkt 5) und fahrt danach zum Tempel. Das ist viel entspannter und man entgeht ein wenig den Menschenmassen. Wenn ihr ca. gegen 7 Uhr beim Tempel seid, ist das super!

Ein weiterer Tempel, der zu den Must-Sees gehört ist der hinduistische Prambanan Tempel, der nicht weit des Borobodur ist. Es ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens und wirklich einen Besuch wert, auch wenn ich in Indien schon viiiele, viele Hindu-Tempel gesehen habe. Besonders süß waren die indonesischen Schulmädchen, die hier herumlaufen und kostenlose Führungen anbieten, um ihr Englisch zu verbessern.

2. Roller fahren

Indonesien ohne Roller zu fahren – das geht einfach nicht! Auch wenn wir innerhalb einer Stunde zweimal den Reifen flicken mussten, war das Rollerfahren doch eine spaßige Angelegenheit und billiger als auf den öffentlichen Transport zurückzugreifen (obwohl der auch zu empfehlen ist, wenn man sich das Rollerfahren nicht zutraut). Die Straßen sind schlecht und jeder fährt hier wie er will…trotzdem würde ich es jedem empfehlen! Achtet darauf, dass euer Roller intakt ist und verlangt unbedingt zwei Helme, die nicht aussehen, als ob sie gleich auseinanderfallen. Wir haben pro Tag ca. 5 Euro für den Roller bezahlt, Benzin kostet hier fast nichts…

3. Essen, Essen, Essen

Mit Indonesien habe ich bisher nur Nasi/Mie Goreng (Reis/Nudeln mit Gemüse, Ei und Gemüse oder Hühnchen) verbunden, aaaaber die indonesische Küche hat noch viel mehr zu bieten! Was wir sehr lecker fanden, war „Bakso Ayam“, eine Nudel-Suppe mit Fleischbällchen, dazu eine scharfe Soße…mhhm. Außerdem gibt es hier sehr oft „Gado Gado“ (gemischtes Gemüse mit Erdnussoße) oder Nasi Campur (Reis mit Ei, Hühnchen und Tempeh (frittiertes Sojabohnentofu). Schmeckt anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber sehr lecker! In den Hostels bekommt man meistens Pancakes zum Frühstück und die sind wirklich die besten, die ich je gegessen habe…wobei ich gar nicht genau weiß, woran es liegt…vielleicht auch an der Kulisse 🙂 Noch ein Tipp: Traut euch an’s Streetfood, das ist billig, lecker und ihr müsst euch ja nicht unbedingt den Stand raussuchen, an dem es aussieht, als ob dort Ratten die Stammgäste sind…

Probiert auch das indonesische Bier: Bintang. Wir haben uns oft ein kaltes Radler (das heißt hier sogar auch so) gegönnt! Auch die frischen Frucht-Säfte, Smoothies und Shakes sind super und günstig!

4. Schöne Fotos beim Wasserschloss Tamansari (Yogjakarta) machen

Was für eine schöne verwunschene Ruine! Der Wasserpalast Tamansari aus dem Jahr 1757 hat uns so gut gefallen, dass wir hier einige Fotos geschossen haben…die Kulisse ist aber auch einfach zu schön! 

5. Sonnenaufgang bei Phuntuk Setumba (Java) angucken

Wie schon erwähnt, gebe ich euch den Tipp den Sonnenaufgang nicht beim Borobodur anzugucken, sondern hier: auf dem Phuntuk Setumbu. Der Aussichtspunkt liegt etwa 4km von dem beliebten Tempel entfernt und man sollte am besten vor Sonnenaufgang dort sein, um einen guten Platz zu ergattern…es kann hier schon mal voll werden! Wir hatten leider kein Glück und es war sehr bewölkt, trotzdem hat sich der Aufstieg gelohnt, da die Atmosphäre dort oben wirklich atemberaubend ist und bei Tageslicht hat man dann eine schöne Aussicht auf das Tal, in dem man bei guter Sicht sogar den Borobodur sehen kann.

6. Sich in Ubud (Bali) verwöhnen lassen

Der beste Ort sich in Indonesien verwöhnen zu lassen ist Ubud…denn viel mehr gibt es hier auch nicht zu tun, weshalb wir eigentlich auch froh waren, als wir wieder weg waren. Ubud ist seeeehr westlich, sehr teuer und uns irgendwie zu Hipster-Yoga-Tussis-Organic gewesen. Aber trotzdem sind die Spas hier natürlich günstiger als in Deutschland, weshalb wir uns hier eine Massage gegönnt haben und der Cappuccino, den man eine Zeit lang nicht hat…schmeckt dann doch ganz gut, auch wenn er fast so viel kostet, wie in der Heimat.

7. Den Batur Vulkan besteigen (Bali)

Eine Vulkanbesteigung muss in Indonesien natürlich sein! Wir entschieden uns für den Batur auf Bali, der rund 20.000 Jahre alt ist, immer noch aktiv ist, der letzte Ausbruch aber schon knapp 18 Jahre her ist. Der Vulkan ist 1717 Meter hoch und es war zwar nicht wegen der Steigung anstrengend, sondern eher deswegen, weil wir wegen einem Magen-Darm-Virus etwas geschwächt waren. Wir hatten aber zwei nette Jungs uns unseren Guide dabei, die uns mit Elektrolyten und Motivation irgendwie an die Spitze geschleppt haben. Wir hatten von unserem Hostel eine Tour gebucht und ich würde auch nicht empfehlen die Besteigung ohne Guide zu machen, da es von den Einheimischen nicht gern gesehen ist, wenn man versucht die Tour auf eigene Faust zu machen.

Kleidungstechnisch kann ich warme Kleidung empfehlen, da es vor allem oben auf dem Berg frühmorgens recht frisch sein kann. Nehmt euch auf jeden Fall auch Wechselkleidung mit, sonst ist die Erkältung vorprogrammiert! Auch feste Schuhe sind wichtig, der Weg recht rutschig ist und viel Geröll rumliegt.

Beware of the Monkeys!

Mit dem Sonnenaufgang kommen auch die Affen, weil sie wissen, dass die Touris jetzt ihr Frühstück bekommen. Die Affen sind eigentlich harmlos, können aber ziemlich hartnäckig und hinterlistig sein, wenn es darum geht, ein paar Eier und Bananen zu klauen.

Unterkunft

Für die Vulkanbesteigung haben wir uns eine Unterkunft in Kintamani ausgesucht: das Mapa Lake View. Die Bungalows waren geräumig, die Anlage klein, aber sehr sauber und schön und das Essen suuuuper lecker. In Kintamani gibt es nicht viel zu tun, deshalb würde ich euch empfehlen nur eine Nacht hierzubleiben.

8. Den Sonnenuntergang beim Pura Batu Bolong Tempel (Lombok) genießen

Nun mal ein Sonnenuntergangs-Spot: Der Pura Batu Bolong Tempel in der Nähe von Senggigi auf Lombok. Man darf zwar nicht in den Tempel hineingehen, aber der Sonnenuntergang, den man hier auf dem Meer sehen kann ist trotzdem einen Besuch wert!

9. Die Aussicht in Senggigi (Lombok) genießen

Wir waren zeitlich bedingt nur an einem Ort auf Lombok und können daher eigentlich nicht viel über die Insel an sich sagen. In Senggigi gibt es eigentlich nicht viel zu machen, außer vielleicht auf dem Künstlermarkt einkaufen, essen gehen und am Strand chillen. Wir haben uns einen Roller ausgeliehen und haben diesen schönen Aussichtspunkt gefunden, von dem man auf Senggigi gucken kann.

10. Den teuersten Kaffee der Welt probieren

In Indonesien gibt es den teuersten Kaffee der Welt: Kopi Luwak. Meerkatzen essen die Kaffeekirschen, scheiden sie dann wieder aus und aus diesen Bohnen wird dann der Kopi Luwak gemacht. Da die Bohnen schon einmal verdaut wurden, soll er besonders mild und magenfreundlich sein. Ehrlich gesagt hab ich keinen großen Unterschied zum normalen Kaffee geschmeckt…und auch die Vorstellung woher die Bohnen kommen, war etwas komisch. Ein Coffee Tasting würde ich aber unbedingt empfehlen, vor allem weil man meistens verschiedene Tees dazubekommt…und Cinnamon Tea ist einfach himmlisch!

11. Am Strand von Kuta (Bali) ausspannen

Kuta ist DER Partyort auf Bali und abends geht hier schon fast ballermann-mäßig zu. Trotzdem ist der Strand von Kuta verhältnismäßig ruhig und man kann hier gut ausspannen…oder sich vor der Party am Abend ausruhen.

12. Öffentliche Transportmittel ausprobieren

Ich finde, wenn man in einem anderen Land ist, sollte man alles ausprobieren – das heißt anderes Essen, Bräuche und auch die lokalen, öffentlichen Transportmittel. Wir sind also viel Rikscha gefahren und haben auch Uber ausprobiert (obwohl das vor allem in Ubud nicht so gern gesehen wird)…ich kann es trotzdem empfehlen, vor allem weil es so billig ist – und hier gibt es sogar „Uber Bike“ 🙂

13. Gili Air erkunden

Hach, Gili Air – in dich hab ich mich sofort verliebt! Die kleine Insel zwischen Bali und Lombok ist so charmant und verhältnismäßig ruhig, dass man hier perfekt relaxen kann. Was es hier zu tun gibt? Frische Fruchtsäfte schlürfen, die Schaukel am Strand ausprobieren und einfach genießen hier sein zu dürfen!

14. Durch Reisfelder spazieren

Reisterrassen sind einfach immer ein wunderschöner Anblick! In Indonesien gibt es so einige davon, die bekanntesten sind wohl die Tegalalang-Reisterassen, ca. 12km nördlich von Ubud. Man kann sie besuchen ohne Eintritt zu zahlen, es gibt aber ein paar „Zölle“, bei denen man eine Spende hinterlassen kann…oder eigentlich muss, da die Einheimischen sonst ungemütlich werden können. Wir haben einmal „gespendet“, uns ein bisschen umgeguckt und sind dann wieder weitergefahren.

15. Auf die Märkte von den Locals gehen

Mein letzter Tipp: Geht auf die Märkte der Locals und nicht auf die Touri-Märkte! Der Markt in Ubud ist zwar auch ganz schön und man findet coole Hippie-Klamotten, aber die Local-Märkte sind billiger, man kann dort gut essen und sie sind einfach schön anzugucken…vor allem die Blumenstände 🙂

One comment

  1. Angelika says:

    Das hört sich ja nach einem sehr interessanten Trip an, Deine Bilder mit den Beschreibungen sind so toll, dass man direkt Lust bekommt in diese Land zu reisen.
    Super schöne Fotos und ich liebe die Reiseführer von Stefan Loose 🙂 Finde ich gut, dass die einzelnen Touren so gut beschrieben wurden, da hat man auch mehr Überblick, was man sehen möchte.
    Freu mich schon auf Deine nächsten Trips.

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