[wanderlust] Berlin Baby!

Ich war über Pfingsten in Berlin! Eigentlich war ich von unserer Hauptstadt noch nie so überzeugt…aber mittlerweile verstehe ich die vielen Berlin-Liebhaber. Hier 15 coole Cafés, Restaurants, Shoppinglocations und Orte zum Abschalten in Berlin.

Eine Hilfe auf der Suche nach den besten Locations war mir der Reiseführer *Ein perfektes Wochenende in Berlin den ich vom SZ-Verlag bekommen habe. Wer schon öfter in Berlin war, bekommt hier eine Liste von außergewöhnlichen Hotels, Restaurants, Cafés, Bars und Läden und ein paar nützliche Tipps unter der Rubrik „Gut zu wissen“. Für diejenigen, die noch nie in Berlin waren, würde ich eher einen detaillierteren Reiseführer empfehlen, der auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beinhaltet. Für mich war das kleine, handliche Buch perfekt, da ich schon öfter in Berlin war und dieses Wochenende auch nichts vom Brandenburger Tor oder der Mauer sehen wollte. Hilfreich war auch der Stadtplan ganz hinten im Einband. Ein paar der im Buch empfohlenen Locations haben es auch in meine Top 15 geschafft.

Cafés

House of Small Wonder

Japan trifft Berlin! In dem kleinen Café werden wirklich Wunder wahr. Zumindest für Japan-Fans und Botaniker, denn das House of Small Wonder strotzt nur so vor Pflanzen (auch an der Tapete) und jeglichen japanischen Speisen und Getränken, die einen europäischen Touch bekommen haben. Im Soja-Apfel-Shake ist deshalb auch ein Schuss Apfelessig und außer dem japanischen Frühstück (Onigri oder Miso-Suppe) hat man auch die Wahl zwischen hausgemachtem Granola mit Früchten und griechischem Joghurt (7 €) oder French Toast mit Obst, Ahornsirup und Sahne (8 €). Frühstück gibt es übrigens „all day long“! Getränke gibt es entweder „klassische“, wie Cappuccino (3 €) und Co. oder auf japanische Art wie z.B. Matcha Latte (4 €) oder frischer Minz-Limonade (4 €). Die Preise sind hier etwas höher – aber das coole Interior bezahlt man eben mit. Außerdem ist das House of Small Wonder gerade ziiiiemlich angesagt in Berlin. Deshalb auch die teilweise langen Wartezeiten – Reservieren kann man hier nicht! Aber auch das Warten wird einem im Vorraum versüßt, in dem man sich durch die vielen Pflanzen fast wie im Urwald fühlt und man sich beim Blick auf die verwunschene Wendeltreppe fragt, was einen im Obergeschoss wohl erwarten wird…

House of Small Wonder
Johannisstraße 20 (Mitte)

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The Barn

Wohl kaum ein Café hat bei seiner Eröffnung soviel Medienrummel ausgelöst wie The Barn. Das lag aber leider nicht an der Tatsache, dass The Barn einfach guten Kaffee macht, sondern dass im Café Kinderwagen unerwünscht ist, weil man (so der Café-Besitzer) seinen Kaffee in Ruhe genießen soll. Dazu kann sich jetzt jeder seinen Teil denken. Fakt ist: die Jungs von The Barn verstehen einfach was von Kaffee…und der Cappuccino war wirklich gut. Im Café wird man zwar darauf hingewiesen, dass man seinen Kaffee doch mal ohne Zucker probieren sollte, aber da es hier einen speziellen Kaffeezucker gibt, den ich so gern mag, hab ich mir ein wenig auf meinen cremigen Cappuccino gestreut – schmeckt ein bisschen malzig und passt meiner Meinung nach gut zum herben Kaffee-Geschmack. (aber das bloß keinem erfahrenen Barista weismachen wollen!)

The Barn
Auguststraße 58

 

BöseBubenBar

Nur durch Zufall haben wir diese Bar entdeckt, in der man nach einem anstrengenden Shopping-Trip durch die City super entspannen kann. Mit Bücherwänden und vielen Sofas bestückt kann man in der BöseBubenBar einige Stunden verbringen. Bei gutem Wetter sitzt man auch draußen schön vor der mit Efeu bewachsenen Wand. Gegessen haben wir nichts, aber die Quiches und Kuchen am Nebentisch sahen verlockend gut aus. Meine Ingwer-Limonade war nicht zu süß und hatten einen leicht scharfen Geschmack…perfekt für eine Auszeit in der Sonne! Und noch ein sommerlicher Tipp: Hier gibt es Paletas!

BöseBubenBar
Marienstraße 18 (Mitte)

Roamers

Schaut man sich die Bewertungen für die kleine Kaffeebar Roamers an, so trifft meiner Meinung nach ein Kommentar besonders zu „Made for Instagram“. Kaum ein Café in Berlin wurde so oft getagged wie das Roamers. Das liegt zum einen an der coolen Einrichtung – rustikal, viel Holz, ein paar Kakteen – vor allem aber am Kaffee, der hier in Perfektion zubereitet wird. Perfekte Crema, perfekter Milchschaum, Latte Art, für alle die hier das „Chichi“ vermissen. Das Roamers und The Barn streiten sich momentan noch um die Krone des besten Kaffees in Berlin. Mir persönlich hat der Cappuccino im Roamers besser geschmeckt, fand aber die Location von The Barn besser.

Roamers
Pannierstraße 64

eliza

Ein Café ganz nach meinem Geschmack! Schnuckelig, süß, gemütlich – so könnte man das eliza am besten beschreiben. Oder wie es auf der Homepage des Cafés steht, das sich als Kiezwohnzimmer bezeichnet: „nostalgisch, detailverliebt und charmant, ohne dabei auch nur ein bißchen hip oder retro zu sein. Alles fühlt sich sehr authentisch an und verbreitet den ehrlichen Charme von zu Unrecht längst vergessenen Zeiten.“ Hier wollten wir am liebsten nochmal hin, weil es uns so gut gefallen hat! Die Bedienungen sind super freundlich, unsere Zitronen- und Melonen-Limo war lecker und es duftet überall nach Kaffee und Kuchen. Außerdem kann man hier sogar noch shoppen. Im kleinen Laden im Café werden Home-Accessoires-Fans fündig.

eliza
Sorauerstr. 6 (Kreuzberg)

 

 

Anna Blume

Im Anna Blume werden Frühstücksträume war! Diese wunderbare Etagère gibt es hier für 2 Personen (hätte aber auch locker für 3 gereicht), für 22,50 €. Cappuccino gibt es für 2,90 € und hier gibt es sogar eine Wiener Melange (3,20 €). Das Café hat eine riesige Terasse, auf der man die Prenzlauer Berg-Bewohner beobachten kann. Ein veganes Frühstück (12,50 €) gibt’s hier auch und das Café hat übrigens auch einen Blumenladen mit dabei! Leider kann man nicht reservieren, aber mit etwas Glück findet sich immer ein Plätzchen!

Anna Blume
Industriestraße 7 (Prenzlauer Berg)

ORA

Das ORA ist ein Café in einer alten Apotheke! Deshalb ist es auch gar nicht so leicht zu finden, wenn man nach einem Café ORA-Schild sucht, sich die Räumlichkeiten aber hinter „Oranien-Apotheke“ verbergen. Hier fand ich’s ziemlich cool, die Preise waren allerdings etwas höher, als in anderen Locations. Wir waren zum Frühstücken hier und mein French Toast war ein Traum! Die Frühstückskarte ist zwar überschaubar, trotzdem ist alles da, was ein hungriger Magen morgens so begehrt. An der Theke gibt es dazu noch leckeres Gebäck, wie Croissants und Kuchen. Besonders cool ist die Einrichtung – man denkt wirklich, man sitzt gerade in einer alten Apotheke! Inklusive alter Medizinflaschen als Kerzenständer und kleinen Messbechern, in denen die Milch serviert wird. Am Wochenende unbedingt reservieren!

ORA
Oranienplatz 14 (Kreuzberg)

 

 

 

Shopping

Flohmarkt im Mauerpark

Von Kleidung, über Schnickschnack bis zu Möbeln – auf dem Flohmarkt im Mauerpark gibt es wirklich alles, ob man es braucht oder nicht. Neben Händlern und Designern, dürfen auch Privatpersonen ihr Hab und Gut verkaufen. Modefreaks kommen hier auf ihre Kosten, genauso wie Fans von alten Sachen…aber wer hat früher nicht gerne auf Omas Dachboden gestöbert? Highlight ist das Karaoke im Amphiteater um 15 Uhr, wo wirklich jeder (ob er nun singen kann oder nicht) sein Glück am Mikrofon versuchen kann. Die Menge jubelt immer, egal ob eine Mariah Carrey oder eher ein Kermit der Frosch-Verschnitt singt. Übrigens gibt es hier auch unendlich viele Essensstände…Shoppen macht bekanntlich hungrig!

Jeden Sonntag von 9-18 Uhr

Flohmarkt im Mauerpark
Bernauer Strasse 63-64 (Mitte)

 

 

Trödelmarkt am Arkonaplatz

Ein bisschen familiärer geht es beim Trödelmarkt am Arkonaplatz zu, der ganz in der Nähe ist. Hier verkaufen hauptsächlich Privatpersonen und das finde ich auch viel sympathischer als bei Händlern einzukaufen. Der Flohmarkt ist nicht so groß wie der im Mauerpark, fündig sind wir trotzdem geworden – ein paar Bücher gehen einfach immer. Essen und Trinken muss man sich allerdings woanders holen…da gibt’s hier nichts.

Jeden Sonntag von 10-16 Uhr

Trödelmarkt am Arkonaplatz
Arkonaplatz (Mitte)

Langer Blomqvist Buchhandlung

Eine Buchhandlung muss natürlich auch in meiner Top 15 vorkommen. Der Langer Blomqvist Buchladen hat mich nicht nur wegen dem schwedischen Namen überzeugt. Hier gibt es Mängelexemplare zum halben Preis und auch Buch-Neuheiten. Für alle die gerne stöbern ist der Laden ein Paradies! Wir haben uns hier mit einigen Reclam-Heften eingedeckt…die kosten zwar auch neu nicht viel, aber für mein Literatur-Studium brauche ich so viele davon, dass es sich lohnt zuzuschlagen, wenn es die gelben Heftchen günstiger gibt.

Langer Blomqvist Buchhandlung
Reinhardtstraße 17 (Mitte)

Hackesche Höfe

Das historischer „Scheunenviertel“ wurde seit dem Mauerfall aufwändig restauriert, sodass hier heute Touris mit „Aahs“ und „Oohs“ durchschlendern können. Die Architektur der Hackeschen Höfe ist wirklich sehenswert und auch wegen dem, das sich in den Höfen verbirgt, ist es Wert, sich hinein zu wagen. Insgesamt gibt es acht Höfe, in denen viele kleine Shops, Cafés und Restaurants untergebracht sind. Besonders cool fand ich Levy’s Toys, ein Laden mit Spielzeug und Kinderbüchern, aber auch Schnickschnack für Erwachsene und schönen Karten – super, wenn man ein Geschenk braucht.

Weitere coole Shops:

Eat Berlin (Feinkost), Waffel oder Becher (Eis), Lumas (Fotografien), Sawade (Schokolade), Hackesche Höfe Kino

Hackesche Höfe
Rosenthaler Str. 40-41 (Spandau-Mitte)

 

Bikini Berlin

Die erste Concept-Mall Berlins! Und das heißt? Dass alle der zwanzig Stores im Bikini Berlin nach einigen Monaten den Mieter wechseln. Und die Läden sind vom Mainstream weit entfernt! Kein H&M, Zara & Co., sondern kleine Indie-Labels, zum Teil sogar aus Berlin. Das Coolste: Man kann von der Mall aus sogar direkt in das Affengehege des Berliner Zoos sehen. Besonders schick ist der süper store im Obergeschoss der Mall. Ein Laden für Interior-Schnickschnack, eine Art Tapas-Restaurant und Café in einem. Es lohnt sich übrigens auch ein Abstecher in das nahe gelegene 25hours Hotel – hauseigene Bakery, Designermöbel, coole Architektur, und eine Bar über den Dächern Berlins (Monkey Bar) Wer sich eine Nacht leisten kann, kann sich auf die Hängematte im Zimmer freuen.

Bikini Berlin
Budapester Str. 38-50 (Charlottenburg)

 

Restaurants

The Bowl

Clean Eating ist in. Das sieht man an den vielen Kochbüchern zum Thema und an immer mehr Cafés und Restaurants, die ihren Fokus auf natürliches, gesundes Essen legen – so wie The Bowl in Friedrichshain. Die Speisen, die in The Bowl serviert werden sind vegan, bio-zertifiziert, glutenfrei, ohne Transfette, weißen Zucker und künstliche Zusatzstoffe und manche sind sogar raw. Gegessen haben wir hier zwar nichts, aber die bunt gemischen Schälchen am Nebentisch sahen super lecker aus. Eine „Bowl“ gibt es zwischen 9,90 € und 10,90 € und ist quasi ein riesiger, bunt gemischter Salat. Übrigens noch ein Tipp: Hier gibt es Glam Cola, die erste durchsichtige Cola ohne Zucker mit einem leichten Ingwer-Geschmack…mega lecker! (kommt aus Kreuzberg)

The Bowl (im Veganz)
Warschauer Straße 33 (Friedrichshain)

 

Burgermeister

Burger essen in Berlin ist natürlich ein Muss! Wo sonst gibt es so viele Burgerläden, die alle behaupten den besten Burger Berlins zu servieren? Einer davon ist der Burgermeister, den es in Berlin nun schon zwei Mal gibt. Wir waren nicht unter der U-Bahnbrücke in Alt-Treptow (eher ein Imbisshäuschen zum Draußen essen), sondern in der Filiale in Kreuzberg, die zwar nicht groß ist, aber man kann sich wenigstens hinsetzen. Zum lange Verweilen ist der Burgermeister aber nichts. Gemütlich ist es hier nicht – eigentlich warten alle nur auf ihren Burger, der schnell verzehrt wird. Dann geht’s weiter. Als Fast Food würde ich den Burgermeister trotzdem nicht bezeichnen, dafür ist die Qualität zu gut. Der Burger schmeckt nämlich ausgezeichnet und auch die hausgemachten Fries waren lecker!

Burgermeister
Skalitzer Str. 136 & Oberbaumstraße 8 (Kreuzberg)

Abschalten

Prinzessinnengarten

Am vielbelebten Moritzplatz im wuseligen Kreuzberg gibt es eine versteckte Ruheoase: der Prinzessinnengarten – ein Urban Gardening-Projekt mitten in der Stadt. Hier kann sich jeder mal als Hobby-Gärtner versuchen, frisch gepflückte Kräuter kaufen und auch im Gartencafé unter freiem Himmel einen Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen, die Zutaten stammen natürlich aus dem Garten selbst. Alle Beete sind mobil, sodass auch ein Umzug an einen anderen Ort kein Problem darstellt. Der Prinzessinnengarten wird ausschließlich von Freiwilligen betrieben und jeder, der einen grünen Daumen hat oder daran arbeitet, kann mithelfen!

Prinzessinnengarten
Prinzenstr. 35-38/Prinzessinnenstr. 15 (Kreuzberg)



Markthalle Neun

Die Markthalle Neun ist keine gewöhnliche Markthalle. Sie ist zwar wirklich eine historisch erhaltene Markthalle aus dem 19. Jahrhundert und auch heute bieten hier am Wochenmarkt (klein Dienstag 12-18 Uhr, große Freitag 12-18 Uhr und Samstag 10-18 Uhr) viele kleine Händler faire und ökologisch, regional erzeugte Produkte an. Das sind neben den Standard-Waren (Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch) auch Gebäck, Käse, Wein, Kaffee und Blumen. Der Clue an dieser Halle ist aber nicht das generelle Marktgeschehen, sondern die Special Markets. Jeden Donnerstag gibt es hier einen Street Food Markt (17-22 Uhr), jeden 3. Sonntag im Monat einen Breakfast Market (10-17 Uhr) und viele mehr! Einfach regelmäßig auf die Homepage gucken. Die Kantine und das Café der Halle haben unter der Woche nur bis 15 Uhr, Samstag bis 17 uhr geöffnet. 

Markthalle Neun
Eisenbahnstraße 42/43 (Kreuzberg)

 

 

One comment

  1. Angelika says:

    Das hört sich sehr verlockend an, da ist es direkt ein Muss , ein Wochenende in Berlin zu verbringen , bei den tollen und coolen Angeboten.
    Deine Fotos sind sensationell und die Beschreibungen klasse .

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