Von Zimtschnecken und Astrid Lindgren

Seit dem ich als Kind zum ersten Mal Pippi Langstrumpf gesehen habe, bin ich in Schweden verliebt…und diese Liebe blieb bis heute.

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Skandinavisch backen

An Schweden mag ich einfach alles: Die Leute, die Architektur, die Landschaft, ja sogar das Wetter und vor allem aber: die Küche. Deshalb finde ich auch das Buch *Skandinavisch backen von Trine Hahnemann so toll – darin sind alle Gerichte, in die ich mich letztes Mal in Stockholm und Helsinki verliebt habe: von Zimtschnecken über Smorrebrod. Am meisten begeistert haben mich die Bilder (für mich das wichtigste an einem schönen Kochbuch). Die Fotos machen wirklich Lust sofort den Ofen anzuschmeißen, so war es bei mir zumindest mit den Zimtschnecken. Schön finde ich auch, dass die Zutaten nicht allzu außergewöhnlich sind und man sie auch bei uns bekommt und dazu nicht ein schwedisches Feinkostgeschäft aufsuchen muss…sofern es das überhaupt in München gibt?

Das Buch ist in fünf Kapitel aufgeteilt:  

Torten & Kuchen (mein Lieblingskapitel) mit Himbeer-Eclairs, Crêpe-Torte oder Preiselbeer-Marzipan-Küchlein

Mittsommer (für die skandinavische Kaffeetafel) mit Lachs-Meerettich-Canapés, Windbeutel mit Rhabarbersahne oder Buttermilch-Scones

Brote und herzhaftes Gebäck mit Roggenbrot, Weizen-Hafer-Brot oder Dinkel-Focaccia

Weihnachten (ich kann’s kaum erwarten…) mit Finnischen Zuckerplätzchen, Vanillekringel oder Roggen-Orangenkeksen

Skandinavische Konfitüren mit Stachelbeer-Vanille- oder Schwarze-Johannisbeerkonfitüre

Wer also ein skandinavisches Mittag-, Abendessen, Nachmittagskaffee und Kuchen oder auch ein Frühstück plant – für den ist Skandinavisch backen genau richtig.

Zimtschnecken

Zutaten für ca. 40 Schnecken

  •  1/2 l lauwarme Milch
  • 50g frische Hefe
  • 1 Ei
  • 850g Mehl
  • 250g Zucker
  • 2 TL gemahlener Kardamom
  • 350g weiche Butter
  • Zimt
Zubereitung

1. Hefe in die laufwarme Milch brökeln und mit einem Schneebesen verrühren. Dann Mehl, 100g Zucker, 150g Butter und verquirltes Ei dazugeben und verkneten. An einem warmen Ort für circa ein bis zwei Stunden gehen lassen. Bei mir hat sich der Teig schon nach einer Stunde verdoppelt.

2. In der Zwischenzeit die restliche Butter und den restlichen Zucker mischen.

2. Teig in zwei Stücke teilen und einen Teil auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Dann die Hälfte der Butter-Zucker-Mischung auf den Teig verteilen und der Länge nach aufrollen. Mit einem scharfen Messer daumenbreite Scheiben abschneiden und auf das Backblech legen. Die Schnecken noch einmal 30 Minuten gehen lassen. Bei mir hat der Teig für drei Backbleche gereicht. Lasst genügend Abstand, die Schnecken gehen noch ziemlich auf!

3. Bei 180 Grad circa 20 Minuten backen.

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Das Astrid Lindgren Kochbuch

Pippi Langstrumpf begleitet mich in vielen Lebenslagen. Auch beim Kochen. Im Astrid Lindgren Kochbuch gibt es Rezepte aus den Geschichten der verschiedenen Figuren – Pippi, Lotta, Karlsson und die Kinder von Bullerbü. Die Gerichte sind typisch schwedisch und auch nicht besonders schwer. Ja, ich weiß, eigentlich ist das Kochbuch für Kinder, aber wenn wir sonst immer erwachsen sein müssen, dürfen wir doch wenigstens beim Kochen nochmal Kind sein? Die Bilder sind schön illustriert, einziges Manko: es gibt keine Fotos zu den Rezepten. Trotzdem ist das Buch Kult und ein Muss für Lindgren-Fans.

Leben und Kochen wie in Bullerbü

Ja, noch ein Kochbuch, das mit Astrid Lindgren zu tun hat. Aber irgendwie verbindet man Schweden doch auch mit ihr oder nicht?

Dazu muss man wissen, dass es das Dorf Bullerbü eigentlich gar nicht gibt. Also eigentlich schon, es heißt nur anders, nämlich Sevedstorp. Na, wer bekommt die Namen der sieben Kinder von Bullerbü noch zusammen?

Ich weiß sie noch: Lisa, Lasse, Bosse, Britta, Inga, Ole und Kerstin.

Nun muss ich wohl zugeben, dass ich jedes Jahr in der Adventszeit Lust auf „Weihnachten in Bullerbü“ kriege und die Geschichte schon auswendig kenne. Aber als Astrid Lindgren-Fan habe ich mich ja schon länger bekannt.

*Leben und Kochen wie in Bullerbü ist in die vier Jahreszeiten unterteilt und bei dem heißen Wetter haben mich natürlich vor allem die Sommerrezepte inspiriert, sodass ich den Blaubeerkäsekuchen nachgebacken habe. Meine Meinung und die meiner Freunde: sommerlich leicht und so lecker, dass der ganze Kuchen nur zwei Tage überlebt hat. (Rezept s.u.)

Die Rezepte aus dem Buch erinnern mich irgendwie an meine Kindheit, in der ich Astrid Lindgren-Serien geguckt oder gelesen habe. Denn auf dem Katthult-Hof von Michel aus Lönneberga oder natürlich auch in Bullerbü gab es öfter die schwedischen Klassiker, die alle in dem Kochbuch enthalten sind.

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Leben und Kochen wie in Bullerbue von Sarah Schocke

Blaubeerkäsekuchen

Ich hab das Rezept ein wenig abgewandelt und der Kuchen war super lecker! Ein anderes Rezeptbeispiel zu Brombeerschnitten gibt es hier.

Zutaten
  • 100g Butter
  • 250 Vollkornbutterkekse
  • 450 Frischkäse
  • 3 Eier
  • abgeriebene Zitronenschale
  • 150g Zucker
  • Prise Vanille
  • 430g Crème Fraîche
  • 400g Blaubeeren
  • 50g Akazienhonig
Zubereitung

 1. Butter schmelzen, Kekse in einem Gefrierbeutel zu Krümeln schlagen und mit der Butter zu einer Teigmasse vermengen. Eine Springform mit Backpapier auslegen, die Keksmasse in die Form drücken und 10 Minuten bei 175 Grad backen.

2. Frischkäse, Eier, 100g Zucker und einen Teelöffel Zitronenschale mit dem Handrührer zu einer cremigen Masse zusammenrühren. 200g Blaubeeren vorsichtig unterheben. Auf den Keksboden gießen und 30 Minuten im Ofen backen.

3. Crème Fraîche mit dem restlichen Zucker und einer Prise Vanille vermengen und auf die gebackene Käsefüllung gießen. Weitere 15 Minuten backen.

4. Inzwischen die restlichen Blaubeeren mit 30ml Wasser und dem Honig in einem Topf langsam aufkochen lassen und ein bis zwei Minuten köcheln lassen. Etwas Zitronenabrieb dazugeben und abkühlen lassen.

5. Den Kuchen am besten über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen und 1 Stunde vor dem Servieren mit dem Blaubeergelee garnieren.

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