[spieletipp] Tumult Royal

Das Wetter wird zwar wieder besser, aber abends ist es doch noch ziemlich kalt draußen – Spieleabendzeit! Diesmal mit Tumult Royal…

Bei * Tumult Royal von Kosmos schlüpft man in die Rolle von Adeligen, die versuchen möglichst viele Denkmäler zu bauen – mit Materialien, die sie dem Volk rauben. Aber wenn die Spieler zu gierig sind, kommt es zum Tumult und die Adeligen werden bestraft!

Spielablauf

Jeder Spieler bekommt eine Burgtafel und 25 Statuen in seiner Farbe. Links neben die Burgtafel kommt die Gnadenkarte mit der Seite „Keine Gnade des Volkes“. Außerdem legt er seine Gefolgsleute (Anzahl je nach Mitspielerzahl) rechts neben die Burgtafel und die Adelskarte kommt mit der weiblichen oder männlichen Seite zwischen die Burgtafel. Damit man weiß, wer anfangen darf, werden die Adelskarten zunächst unter dem Tisch gemischt und dann gezogen. Der Spieler, der die Karte mit der 2 zieht (bei 2 Spielern), darf anfangen. Die Warenplättchen werden gemischt und kommen verdeckt in die Tischmitte. Zum Schluss kommt der Rahmen in die Mitte und wird mit verdeckt liegenden Landschaftstafeln befüllt. Der Spieler mit der „2“ darf nun eine seiner Statuen auf ein freies Wiesenfeld stellen, danach der Spieler 1.

Dann geht es los! Zunächst muss immer die Stimmung im Volk herausgefunden werden. Dazu wird die Tumultscheibe gedreht – die Zahl gibt an, wieviele Waren einer Sorte sich das Volk wünscht. Danach kommt die Steuer-Raubphase. Das heißt, die Adeligen dürfen die verdeckten Plättchen in der Tischmitte rauben, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Ist die Raubphase vorbei, werden die verbliebenen Plättchen umgedreht, um zu überprüfen wie viele Waren noch vorhanden sind. Sind weniger Waren da, als vorher auf der Scheibe angezeigt wurde, kommt es zum Tumult. Dazu wird der gierigste Spieler entlarvt, also der Spieler, der von der Ware, wegen der es einen Tumult gibt, am meisten Plättchen geraubt hat. Dieser Spieler verliert 3 Gefolgsleute und er verliert alle Warenplättchen der Sorte, wegen der ein Tumult ausgelöst wurde, bis auf das mit dem geringsten Wert.

Dann darf gebaut werden! Man „bezahlt“ also mit seinen Warenplättchen und darf danach seine Statue auf ein freies Wiesen-, Wald-, Stadt oder Burgfeld stellen. Danach werden die Ränge neu verteilt. Der Spieler mit den meisten Gefolgsleuten wird König, der mit den zweitmeisten Herzog etc. Der neue König bekommt die Tumultscheibe und die Sanduhr und muss 5 Gefolgsleute abgeben und darf dafür eine oder zwei seiner Statuen in die Herrscherchronik stellen. Der Spieler, der am wenigsten Statuen aufgestellt hat, darf seine Gnaden-Karte auf „Gnade des Volkes umdrehen“. Dann geht es wieder von neuem los. Wenn die Doppelfelder auf der Chronik erreicht wurden, kann das Spiel jederzeit enden. Nämlich dann, wenn die Differenz zwischen dem ersten und letzten Spieler größer ist, als die angegebene Zahl auf der Chronik. Der Spieler mit den meisten aufgestellten Statuen gewinnt.

Fazit

Als ich das ganze Spielmaterial gesehen hab, war ich erst mal abgeschreckt. Ich mag eigentlich Spiele, wo man nicht viel aufbauen muss, sondern gleich loslegen kann. Trotzdem hat mich Tumult Royal positiv überrascht. Die Raubphase macht wirklich Spaß und auch die Spannung danach, wenn man die Plättchen umdreht, um zu gucken, ob es einen Tumult gibt oder nicht, bringt gute Unterhaltung. Super finde ich übrigens die Möglichkeit, dass man sich mit der App den Spielablauf schnell erklären lassen kann – und auf die lange Anleitung verzichten kann! Zu zweit ist das Spiel nicht ganz so lustig wie mit mehreren, aber das ist ja oft so. Von der Idee mit Städte mit Kärtchen bauen hat mich das Spiel ein bisschen an „Siedler von Catan“ erinnert, ist ja auch aus dem Hause Kosmos. Also wer Spaß bei Siedler hat, wird auch hier nicht enttäuscht. Allerdings ist mir ein bisschen zu viel Schnickschnack außen rum, da hätte es weniger auch getan.

*Das Spiel wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider.

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