[spieletipp] Legends

Die Tage werden langsam wieder kürzer, dafür umso länger die Spieleabende! Heute stelle ich euch ein tolles Brettspiel vor: Legends.


In  *Legends seid ihr Teil des Clubs der Abenteurer und versucht legendären Orten ihre Geheimnisse zu entlocken.

Spielablauf

Als Abenteurer versucht man zu den acht legendären Orten zu reisen und seine Reisetagebücher zu füllen. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

Der Startpunkt für die Spieler ist der „Club der Abenteurer“ auf dem Spielfeld. Die Sanduhren der Spieler liegen auf Position Null und werden zufällig aufeinander gestapelt, derjenige Spieler, dessen Sanduhr oben liegt, ist der Startspieler. Die grauen und goldenen Sanduhren werden auf die markierten Felder auf der Zeitleiste gelegt.

Die Spielkarten werden zufällig in die Felder auf dem Spielfeld gelegt und die restlichen Spielkarten werden verdeckt auf einen Nachziehstapel bereit gelegt. Jede Karte zeigt eine Farbe der acht legendären Orten und den Wert Eins oder Zwei. Es gibt außerdem Jokerkarten, die jede Farbe sein können. Dann werden fünf Handkarten an den ersten und zweiten Spieler verteilt (alle anderen bekommen sechs) und jeder Spieler legt zwei seiner Handkarten verdeckt in den Club der Abenteurer. Der Spieler der auf der Zeitleiste hinten liegt darf zuerst zu einem beliebigen legendären Ort reisen. Für jedes Feld wird seine Sanduhr einen Tag auf der Zeitleiste weiter nach vorne gerückt. Am Ort darf er sich für eine Karten- oder Buchaktion entscheiden.

Kartenaktion

Bei der Kartenaktion darf sich der Spieler neue Karten, die in den Feldern bei den jeweiligen Orten liegen auf die Hand nehmen. An jedem Ort werden die Karten anders aufgenommen, mal offen, mal verdeckt. Außerdem ist angegeben wie lange die Kartenaktion dauert. Nach der Aktion wird die Sanduhr des Spielers auf der Zeitleiste weitergerückt.

Buchaktion

Bei der Buchaktion darf der Spieler ein Buch in seiner Farbe auf das Buchfeld an den legendären Ort legen, an dem er sich gerade befindet. Um ein Buch abzulegen, muss der Spieler Karten in der jeweiligen Farbe des Ortes ausspielen. Die Punkte auf der Karte (eins oder zwei) bestimmen, die Zahl des Buchfeldes, auf der das Buch abgelegt werden darf. Auf jedem Buchfeld darf nur ein Buch liegen, liegt schon ein Buch auf dem Buchfeld, so wird das gegnerische Buch auf das nächstkleinere Feld verdrängt oder (wenn es auf dem Zweier-Feld liegt) es geht wieder an den Besitzer zurück. Die Anzahl der gespielten Karten bestimmt wiederum die Felder, um die die Sanduhr auf der Zeitleiste weitergerückt wird.

Nun zu den silbernen Sanduhren: Erreicht der letzte Spieler auf der Zeitleiste die silberne Sanduhr, kommt es zu einer Wertung. 

Wertung

Dazu nimmt sich der Spieler, der die Wertung ausgelöst hat, die Karten aus dem Club der Abenteurer, die die Spieler dort platzieren dürfen, wenn sie den Club erreichen. Die Karten werden gemischt und fünf Karten verdeckt ausgewählt. Die Farben auf den Karten bestimmen die Orte, die gewertet werden. Die restlichen Karten werden wieder in den Club gelegt. 

Zur goldenen Sanduhr: Erreicht ein Spieler die goldene Sanduhr, kann er sie auf einen Ort legen, den er unbedingt gewertet haben möchte, auch wenn der Ort nicht gewertet werden würde, weil die Farbe bei der Wertung nicht aufgedeckt wird. Die Zahlen auf den Buchfeldern bestimmen die Punkte. Wird der jeweilige Ort gewertet, so bekommen die Spieler so viele Punkte, wie sie Bücher auf den Feldern haben. Nach der vierten Wertung endet das Spiel.

Das Spiel klingt komplizierter als es ist – aber einmal gespielt, hat man den Dreh sofort raus!

Fazit

Legends spiele ich sehr gerne. Das Spielfeld wurde schön designt und soll wegen den ausgerissenen Ecken an eine alte Landkarte erinnern. Auch die Namen der legendären Orte haben mir gut gefallen: Bernstein-Zimmer, Yeti im Himalaya usw. 

Um das Spiel zu gewinnen braucht man Glück, aber auch Taktik – das finde ich super. Reine Glücksspiele sind nicht so meins, aber das Glück in Legends kann man beeinflussen, das gefällt mir. Natürlich muss man hier nicht so strategisch denken, wie z.B. bei Risiko, trotzdem gehört eben etwas Taktik dazu. Schön finde ich auch, dass das Spiel auch zu zweit gut funktioniert und nicht langweilig wird, das ist manchmal ein großes Manko bei Brettspielen. Zu mehreren macht es aber natürlich noch mehr Spaß, da man mehr um die Buchfelder und Punkte kämpfen muss. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass nicht reihum gespielt wird, sondern immer der Spieler beginnen darf, der am wenigstens Zeit verbraucht hat. So kann es sein, dass ein Spieler mehrmals dran ist – gewöhnungsbedürftig und manchmal auch langweilig für die verbleibenden Spieler.

*Das Spiel wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider.

One comment

  1. Angelika says:

    Die Aufmachung des Spiels gefällt mir gut, ich finde, es muß einem auch die Verpackung ansprechen. Wir sind ja eine Spielfamilie und an Weihnachten gibt es grundsätzlich ein neues Spiel, da habe ich von Dir jetzt schon ein paar Tipps, muss mich dann mal entscheiden.
    Beim Lesen des Spiels, dachte ich mir, oh, sehr schwierig, aber je mehr ich zum Ende kam, mit der silbernen und goldenen Sanduhr, fand ich es sehr spannend. Ich werde es auf meine Liste setzen.

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