[spieletipp] Kuhhandel – das Brettspiel

Vielleicht kennt ihr das Kartenspiel Kuhhandel. Jetzt gibt es zum 30-jährigen Jubiläum auch noch das Brettspiel dazu!

Spielablauf

Wer das Kartenspiel kennt, der wird es auch beim * Kuhhandel Brettspiel leichter haben, das Spiel zu verstehen. Man kann das Spiel auch zu zweit spielen, dafür gibt es aber Sonderregeln, die ich in diesem Beitrag nicht erklären werde. Bei einem Spiel zu dritt oder zu viert, kann man (je nach Spielerfahrung mit dem Kartenspiel) zwischen der Vorder- und Rückseite des Spielplans wählen. Die Vorderseite ist die „normale“ Spielversion, die Rückseite ist für die Variante „Rummelplatz“, die ich am Ende noch einmal kurz erkläre.

Jeder Spieler muss versuchen viele und vor allem wertvolle Tierarten, also Tiere mit vielen Punkten, zu sammeln. Die Tiere muss man versuchen zu ersteigern und dazu gibt es mehrere Versteigerungsarten. Hier kommt es wieder auf die Spielerfahrung an, ob man mit einfachen oder schwierigern Auktionsplättchen spielt.

Die Spieler würfeln reihum und dürfen sich im Uhrzeigersinn, bzw. auch in die Mitte bewegen. Je nachdem auf welchem Feld der Spieler landet, wird die Aktion ausgeführt. Bei einer Versteigerung ist immer der Spieler, der am Zug ist, der Versteigerer und die anderen Mitspieler dürfen die Tiere im jeweiligen Gehege ersteigern. Wurde ein Höchstbietender ermittelt, kann allerdings der Versteigerer entscheiden, ob er ihm das Tier abkaufen will. Das Spiel endet, wenn das letzte Tier versteigert wurde. Dann werden die Tierwerte berechnet und mit der Anzahl multipliziert, zum Schluss bringt auch noch das Geld, das man besitzt zusätzliche Punkte. Eigentlich machen den Reiz des Spiels die unterschiedlichen Versteigerungsarten aus: z.B weiß man bei der Versteigerung „Katze im Sack“ nicht, welches Tier man ersteigert oder bei der „holländischen Versteigerung“ zählen nicht die Geldwerte, sondern die Anzahl der Geldscheine.


Bevor ich zum Fazit komme, will ich noch kurz auf die zwei Varianten des Spiels eingehen.

Variante: Rummelplatz

Bei der Variante Rummelplatz wird der Spielplan umgedreht und es kommen von jeder Tiersorte noch drei weitere Tiere ins Spiel. Außerdem bekommen die Spieler auch den 500er Geldschein auf ihre Vorratstafel und die Marktwerttafel wird bereitgelegt, auf der jeder Tiermarker auf das Feld gelegt wird, das den Anfangswert des jeweiligen Tieres zeigt. Dann werden noch die 24 Lose gemischt und zehn davon in den Losbeutel gelegt. Zusätzlich zu den Versteigerungsfeldern gibt es in dieser Variante noch weitere Felder wie den „Markt“ oder die „Losbude“. Auf dem Marktfeld darf der Spieler mit Geldscheinen den Wert der Tierarten auf der Markttafel verändern. Auf einem Losbudenfeld darf der Spieler Lose kaufen. Es gibt Aktionslose, die der Spieler im eigenen Zug einsetzen kann, Wertlose, bei denen der Spieler den Wert einer eigenen Tierart am Ende des Spiels erhöhen kann und Wollmilchlose, bei denen der Spieler mit der höchsten Summe die eierlegende Wollmilchsau erhält, die bei der Abrechnung am Ende wie ein Tier zählt.

Das Spiel endet, wenn das letzte Los gekauft wurde. In der Punktberechnung ist zu beachten, das nicht der aufgedruckte Wert auf dem Tierplättchen zählt, sondern der aktuelle Marktwert.

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Variante: Tierkinder

Bei dieser Variante kommen die Tierkinderplättchen ins Spiel. Sobald ein Spieler ein Männchen und ein Weibchen im Stall hat, bekommt er das passende Tierkind dazu, das bei der Abrechnung 200 Punkte zählt.

Fazit

Das Kuhhandel Kartenspiel mag ich sehr gerne, deshalb hat mich auch das Brettspiel interessiert. Aber auch wenn ich das Kartenspiel gut kenne, hat mich das Brettspiel mit den vielen Plättchen, Regeln und Karten etwas überfordert. Deshalb habe ich mich bisher auch noch nicht an die Varianten herangetraut und auch mit Leuten, die Kuhhandel nicht kennen, wäre ich dann mit diesem Spiel zum gemütlichen Spieleabend vorsichtig, da es doch etwas dauern kann, bis man das Spiel versteht. Kuhhandel-Liebhaber kommen wahrscheinlich aber voll auf ihre Kosten. Absoluter Pluspunkt sind die Varianten und verschiedenen Versteigerungsarten: So wird es garantiert nicht langweilig!

*Das Spiel wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider.

One comment

  1. Angelika says:

    Ich freue mich schon, da bei unser immer an Weihnachten gespielt wird, das Spiel hört sich lustig an und ich finde die Farben und Motive so lustig und das ist bei einem Spiel für mich auch sehr wichtig. Vielleich liegt ja das eine oder andere Spiel unter dem Christbaum, werde es auf meine Wunschliste setzen. Ich bin immer froh, wenn Spiele vorgestellt werden, die so gut erklärt werden von einem, der es schon gespielt hat und man liest es nicht nur von der Spieleanleitung.

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