[spieletipp] Die Legenden von Andor

Das Kennerspiel des Jahres 2013 im Test – von Monstern und Helden.

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Beim Strategiespiel *Legenden von Andor von Kosmos schlüpfen die Spieler in die Rolle von Zwergen, Bogenschützen, Zauberern und Kriegern, die versuchen müssen die bösen Gestalten zu besiegen und vor allem die Aufgaben der Legendenkarten zu erfüllen. Klingt spannend, aber wie sieht es in der Spielpraxis aus?

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Spielablauf

Die Spieler führen der Reihe nach eine Aktion aus. Zeitunabhängig sind Aktionen wie Brunnen leeren, Gold aufnehmen/ablegen/verwenden/einem anderen Spieler geben, Nebenplättchen aktivieren, beim Händler einkaufen. Dagegen kostet Laufen (1 oder mehrer Felder bewegen), Kämpfen (Monster angreifen) und Passen (Stehen bleiben) den Spieler jeweils 1 Stunde auf der Zeitskala. Die ersten 7 Stunden sind ohne Nebeneffekt, bei Überstunden (8-10) muss der Spieler 2 Willenspunkte opfern. Der Zug eines Spielers endet, indem er seinen Helden auf das Sonnenaufgangsfeld stellt. Der erste Spieler auf diesem Feld wird neuer Startspieler. Auf dem Sonnenaufgangsfeld müssen dann 8 Aktionen wie z.B. die Monster bewegen oder den Brunnen auffrischen ausgeführt werden und der Erzähler wird ein Feld weitergezogen. Das Spiel endet, wenn ein oder mehrere Spieler alle Aufgaben aller Legendenkarten erfüllt hat, bevor (wenn) der Erzähler das letzte Feld der Legendenleiste erreicht hat. Alle Spieler, die dann noch nicht alle Aufgaben erfüllt haben, haben verloren.

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Fazit

Eigentlich mag ich Spiele mit viel Spielmaterial – Plättchen, Karten, Figuren – aber bei „Die Legenden von Andor“ war es mir fast schon ein bisschen zu viel des Guten. Schön fand ich aber, dass man sogar das Geschlecht der Figuren wählen kann. Die Spielanleitung ist seeeehr lang und man muss viel aufbauen, bevor es erstmal losgeht. Ich hab mich anfangs auch schwer getan zu verstehen, um was es in dem Spiel eigentlich geht. Nach ein paar Runden kommt man allerdings ganz gut rein und man versteht die Zusammenhänge. Allerdings ist der Spaß meiner Meinung nach nur von kurzer Dauer, da das Spiel relativ schnell zu Ende ist und sich die Missionen, die zu erfüllen sind, nicht ändern, sodass man denke ich nach ein paar Mal Spielen gelangweilt ist. Für Herr der Ringe-Fans ein Muss, da ich aber eigentlich kein Fan von Orks, Trollen und dergleichen bin, werde ich das Spiel so schnell wohl nicht mehr spielen.

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*Das Spiel wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider.

One comment

  1. Angelika says:

    Gut, dass mal wieder ein neues Spiel vorgestellt wird. Habe mir beim Lesen das gleiche gedacht, was Du am Schluss beschrieben Hast. Man muss sich aber immer sein Urteil selber machen:-)

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