Pippi geht Frühstücken: Café Wohlleben

Im Nürnberger Café Wohlleben…fühl ich mich einfach wohl.

Frühstück im Café Wohlleben ist nicht einfach nur Frühstück – sondern ein Erlebnis. Und das beginnt schon bei der Reservierung (da das Café recht klein und natürlich gefragt ist, würde ich am Wochenende unbedingt reservieren). Denn in diesem Café wird jedes Frühstück individuell zusammengestellt. Das heißt, es wird nachgefragt, ob irgendwelche Intoleranzen oder Vorlieben (zb. vegetarisch/vegan) vorliegen. Wow. Vorbildlich sag ich da.

 

Auf unserer riesigen Frühstücksetagère gab es: marinierte Hähnchenbrust, Jamón Serrano, Salchichon Picante, Salame Milano, niedergegartes Roastbeef, 6!!! verschiedene Käsesorten, gebeizter Lachs, Obst und Gemüse, 4 herzhafte Brotaufstriche und natürlich Butter und selbstgemachte Marmeladen. Im Brotkorb waren verschiedene Semmeln und Brotsorten und Croissants. Was will man mehr? Den sogenannten „Brunch à la table“ finde ich viel entspannter als Frühstücksbuffet, bei dem sich die Leute um das letzte Stückchen Käse drängeln. Ganz passend zum Thema „Wohlleben“ kann man hier beim Essen entspannen und genießen.

Außerdem wird hier auf qualitativ hochwertige Zutaten geachtet und auf eine Sache, die ich bisher noch NIE in einem Café/Restaurant erlebt habe: Lebensmittelverschwendung. Da wir in einer Wegwerfgesellschaft leben, versucht das Café Wohlleben dem zu trotzen, indem sie sich mit einem ganz einfachen Mittel weigert, Lebensmittel wegzuschmeißen – was man nicht schafft wird kurzum eingepackt und mit nach Hause gegeben…abends hat man schließlich auch wieder Hunger. Cooles Konzept, woran sich viele andere mal ein Beispiel nehmen sollten.

 

Kommen wir zum Kaffee. Den der spielt im Café Wohlleben auch eine große Rolle. Schließlich betreiben das Café ein 4-Sterne-Koch und ein Barista. Unser Kellner hat uns dann erst mal in die Welt des Filterkaffees eingeweiht – der ist nämlich wieder in und Filterkaffee ist nicht gleich Filterkaffee. Alles mit „Latte“ war einmal, Hipster trinken heute wieder frisch gebrühten Kaffee aus der Filtermaschine. Dabei kommt es natürlich auf die richtige Bohne und sogar auf das richtige Wasser an. Wir durften uns dann einmal ein bisschen durch das Sortiment probieren und waren überrascht, wie gut Filterkaffee doch schmecken kann…sodass wir uns nun eine Filterkaffeemaschine zugelegt haben…sind wir jetzt auch Hipster?

Nein, aber dem süßen Café einen Hipster-Touch unterstellen zu wollen, würde man ihm unrecht tun. Hier haben sich Leute Gedanken gemacht, was der Café-Kunde will. Und haben es mit der shabby-Einrichtung, die an Omas Wohnzimmer aus den 20er Jahren erinnert, dem qualitativen Essen und der Kaffee-Kunst auf den Punkt getroffen. Fehlt nur noch eines: die Kuchen. Und die sind eine Erwähnung wert! Das Kuchen- und Torten-Sortiment ist riesig (sie Fotos unten) und wechselt täglich! Natürlich kommen die alten bekannten immer wieder in die Vitrine, aber die Kuchenbäckerinnen des Cafés (ja, hier wird noch selbst gebacken!) lassen sich immer wieder neue Kreationen einfallen. Darunter sind auch immer in paar vegane Variationen. Wir durften den veganen Mango-Erdbeer-Kuchen probieren…mhhmmm!

One comment

  1. Anonymous says:

    So, stellt man sich ein Café vor, besser gesagt, so wünscht man sich ein Cafe. Nach der tollen Beschreibung, wird unser nächster Besuch nach Bayreuth zuerst über Nürnberg gehen und zwar zum frühstücken ins „Wohlleben“.

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