[rezension] Rainbow Rowell – Eleanor & Park

Ich bin immer noch hin und weg. Eine Liebesgeschichte, die nicht versucht schnulzig zu sein. Sondern einen zu ehrlichen Tränen rührt.

Nach „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ dachte ich eigentlich, dass mich in nächster Zeit so schnell kein Buch mehr so in seinen Bann zieht. Bis mir *Eleanor & Park in die Hände gefallen ist.

Klappentext

 

Darum mag ich es

Eleanor ist neu in der Klasse. Sie ist 16, etwas pummlig und hat einen schrägen Klamottengeschmack. Park, dessen Mutter Koreanerin ist, ist der Nerd in Person. Er ist eher der schüchterne Typ, liest Comics und hört Bands, die Erwachsene hören. Jeden Tag fahren sie zusammen zur Schule. Das heißt, er sitzt neben ihr, sie reden aber kein Wort miteinander. Doch nach und nach entwickeln die beiden eine Verbindung zueinander, ohne nur ein Wort miteinander zu reden. In kurzer Zeit entwickelt sich diese Verbundenheit zu intensiver Liebe. Und die erste Teenager-Liebe könnte so schön sein, wäre da nicht Eleanors Stiefvater, der alles daran setzt, ihr das Leben zur Hölle zu machen.

Die Protagonisten sind zehn Jahre jünger als ich. Und trotzdem wäre es vorschnell zu sagen, dass Eleanor & Park ein Jugendroman ist. An die erste große Liebe kann man sich schließlich auch noch mit 60 erinnern. Das Buch ist an den richtigen Stellen witzig und an den richtigen traurig. Es ist romantisch, ohne schnulzig zu sein und spannend, auch wenn in der Handlung eigentlich nicht viel passiert. Trotzdem musste ich mich nach den ersten 100 Seiten zwingen, es aus der Hand zu legen.

Das Buch hat teilweise sehr kurze Kapitel, die abwechselnd aus der Sicht der beiden Teenager geschrieben wurden. Es geht um Erwachsenwerden, Familie, Musik und natürlich Liebe, aber genauso um häusliche Gewalt und Mobbing. Themen, die ans Herz gehen. Genauso wie die beiden Teenager, die man sofort in sein Herz schließen muss.

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Letzte Lobeshymne: das Cover! Die Illustration, die Farben, der Titel – das passt einfach. Und das Zitat von John Green („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) auch:

„Dieser grossartige Roman erinnert mich nicht nur daran, wie es ist jung und verliebt in ein Mädchen zu sein, sondern auch daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Buch zu sein.“

Übrigens ist natürlich Dreamworks schon dran das Buch zu verfilmen. Nur irgendwie kann ich mir keine passenden Schauspieler vorstellen.

Wertung ♥♥♥♥♥ / ♥♥♥♥♥

Lieblingszitat

„Sie sah nie schön aus. Sie sah aus wie ein Kunstwerk, und Kunst muss nicht schön sein; Kunst sollte etwas in einem auslösen.“

*Dieses Rezensionsexemplar wurde mir vom Hanser Verlag zur Verfügung gestellt. Die Rezension spiegelt aber trotzdem meine eigene Meinung wider.

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