[rezension] Klaus Modick – Konzert ohne Dichter & Thomas Hettche – Pfaueninsel

Heute stelle ich euch gleich zwei Bücher auf einmal vor, beide aus dem Kiepenheuer & Witsch-Verlag: Konzert ohne Dichter von Klaus Modick und Pfaueninsel von Thomas Hettche.

Klaus Modick – Konzert ohne Dichter

Klappentext

Darum hat es mich nicht überzeugt

Das Buch handelt von der Freundschaft der beiden Künstler Heinrich Vogeler und Rainer Maria Rilke. Die Geschichte beginnt im Juni 1905, als Vogeler gerade auf dem Höhepunkt seines Erfolges ist – ihm wird die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Trotz seines künstlerischen Erfolgs, läuft es privat für Vogeler umso schlechter. Seine Ehe ist dem Scheitern nahe und auch die Freundschaft zu seinem Künstlerkollegen Rainer Maria Rilke, der sich in einer Dreiecksbeziehung mit zwei Frauen befindet, droht zu zerbrechen.

Als Studentin der Literaturwissenschaft hat mich * Konzert ohne Dichter natürlich thematisch angesprochen. Vogeler und auch die Nebenfiguren sind sehr lebendig gezeichnet. Allerdings fand ich die Handlung etwas langatmig, da man zwar viel von Vogelers Gedanken erfährt, aber nicht wirklich viel passiert. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte, weil historische Romane auch nicht zu meinem Lieblingsgenre passen. Nach etwa 100 Seiten habe ich aufgegeben…was aber nicht an der Qualität des Buches lag, lediglich an der Tatsache, dass es dem Buch etwas an Handlung fehlt, den Schreibstil allerdings fand ich herausragend gut.

Hier geht’s zur Leseprobe

Wertung ♥♥♥/♥♥♥♥♥

Thomas Hettche – Pfaueninsel

Klappentext

Darum mag ich es

Vor diesem Buch kannte ich die Pfaueninsel gar nicht. Sie liegt südwestlich von Berlin in der Havel und ist sogar Weltkulturerbe. Protagonisten der Geschichte, die auf der sagenumwobenen Insel spielt, ist die kleinwüchsige Maria, die mit ihrem ebenfalls kleinwüchsigen Bruder Christian als Waisen auf die Insel kamen. Die Insel wird von Königen und Kronprinzen vielseitig genutzt, als Liebesnest und auch um exotische Tiere und Pflanzen auf der Insel zu halten – Maria, das Schlossfräulein genannt, und ihr Bruder gehören wegen ihrer Kleinwüchsigkeit zu den exotischen Wesen. Maria erlebt drei Königsgenerationen auf der Insel und fängt an sich ihre Andersartigkeit immer mehr zu Nütze zu machen.

Nach ungefähr 10 Seiten von * Pfaueninsel, wollte ich mehr über diesen Ort erfahren – gibt es den etwa wirklich? Erstaunt war ich dann, das die Pfaueninsel ein realer Ort ist, aber doch erscheint er mir irgendwie so surreal. Doch auch wenn man schon ein wenig über die Pfaueninsel recherchiert hat, ist der Roman nicht unbedingt leicht zu verstehen – die Geschichte ist sehr komplex und man sollte jedes Kapitel ein wenig sacken lassen. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen und vor allem jetzt, wo es immer kälter wird, hab ich mich schon darauf gefreut, dass es Abend wird und ich mir es mit einem Tee und dem Buch auf der Couch gemütlich machen kann. Der Schreibstil erinnert mich an ein Märchen und liest sich wunderbar. 

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Wertung ♥♥♥♥♥/♥♥♥♥♥

One comment

  1. Anonymous says:

    Mir gefällt schon mal das Cover von beiden Büchern, finde ich schon wichtig und beide Bücher hören sich interessant an, ganz unterschiedlich, wobei die Pfaueninsel glaubi ich mein Favorit wäre, wegen der Erinnerung an Märchen 🙂

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