[lesefieber] Die 6 atemberaubendsten Krimis aller Zeiten

Nach meinen Romantik-Favourites gibt es nun eine Liste meiner Lieblingskrimis.

Krimis_Fotor

Agatha Christie – Mord im Orientexpress

Klappentext

Eigentlich wollte Poirot nur seine Reise im berühmten Luxuszug genießen, als er von Monsieur Bouc, dem Direktor der Schlafwagengesellschaft, gebeten wird, die Ermittlungen in einem ominösen Mordfall zu übernehmen. Ratchett, ein reicher Amerikaner um die sechzig, wurde durch 12 Messerstiche getötet in seinem Abteil aufgefunden. Auf seine unverkennbare Art beginnt der kleine, immer tadellos gekleidete Belgier mit der Arbeit. Unterstützt von Dr. Constantine, einem Griechen, und von Monsieur Bouc, dem alten Freund, befragt er die zwölf Reisenden. Er tut dies mit Logik und Rationalität, den bedeutendsten Merkmalen seines kriminalistischen Talents. Nachdem er die wahre Identität des Ermordeten relativ schnell aufgedeckt hat, führen ihn seine Befragungen unaufhaltsam in eine gemeinsame Vergangenheit aller Reisenden zurück.

Und darum mag ich es

Agatha Christie – Ich liebe sie. Eigentlich mag ich allerdings die Miss Marple-Bücher (16:50 ab Paddington ist mein Favorit) am liebsten, aber dieser Poirot-Krimi ist mein Lieblingsbuch von Christie. Warum? Weil er einen auf eine Zugfahrt mitnimmt, wie sie aufregender nicht sein könnte. Ich mag aufregende Schauplätze in Krimis, deswegen hat mir auch Der Tod auf dem Nil super gefallen. Und Christies Krimis sind meiner Meinung nach genauso wie ein Krimi sein muss: Ein Mord passiert und es gibt viele Zeugen, die nach und nach befragt werden und über deren Lebensgeschichte man viel erfährt. Dann habe ich etwa ab der Hälfte des Buches einen Verdächtigen – und liege jedes Mal falsch. Am Ende kommt es bei Christie irgendwie immer anders als man denkt.

Tess Gerritsen – Totengrund

Klappentext

In einem Dorf in den tief verschneiten Bergen Wyomings ist etwas Schreckliches passiert. Die Fenster der Häuser sind offen, das Essen steht noch auf den Tischen, doch keine Menschenseele ist zu sehen. An diesem verlassenen Ort haben Maura Isles und ihre Freunde während eines Schneesturms Zuflucht gesucht. Und sind seitdem spurlos verschwunden. Nur ein einziger Fußabdruck zeigt, sie waren nicht allein in diesem einsamen Tal …Als Jane Rizzoli Tage später erfährt, dass ihre Freundin nicht von einer Pathologenkonferenz in Wyoming zurückgekommen ist und ein Autowrack mit vier Toten gefunden wurde – darunter eine verbrannte Frauenleiche in Mauras Alter –, stellt sie sich nur noch eine Frage: Lebt Maura noch?

Und darum mag ich es

Ich muss zugeben, dieses Buch habe ich nicht gelesen, sondern gehört – und zwar auf Kuba! Auf den langen Busfahrten war der Krimi von Tess Gerritsen genau das Richtige…zum gemütlichen Einschlafen ist er aber natürlich nichts. Denn Totengrund ist genauso, wie ich Gerritsen mag: brutal, packend und unglaublich spannend – ein genialer Thriller. Als ich mir das Buch angehört habe, hab ich mich kaum getraut zu atmen…aber macht eure Erfahrung selbst, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht vorgewarnt!

Jussi Adler-Olsen – Erbarmen

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Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: »Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?«

Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter?

Was wollen sie von dieser Frau?

Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Und darum mag ich es

Wenn schon Krimi, dann am liebsten Psycho-Thriller. Erbarmen ist wirklich nichts für schwache Nerven. Vor allem die Sache mit dem Zahn (alle, die das Buch kennen, wissen was ich meine) hat mich echt schockiert. Aber das macht doch einen guten Thriller aus – er soll schocken, begeistern, unterhalten und man soll sich die Frage stellen: Kann so eine Geschichte auch im wahren Leben passieren? An Erbarmen gefallen mir die Perspektivenwechsel und die Rückblenden in die Vergangenheit. Auch die Gefühle der Gefangenen werden so genau und treffend beschrieben, dass man sich fast selbst schon in einem Keller gefangen fühlt. Ich höre oft, dass Leser den Ermittler Carl Mørck unsympathisch finden, aber ich finde ein skandinavischer Kommissar muss einfach rau, hart und nicht der größte Sympathieträger sein. Genauso wie Stieg Larssons Michael Blomquvist.

Stieg Larsson – Verblendung

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Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

An seinem 82. Geburtstag erhält der einflussreiche Industrielle Henrik Vanger per Post anonym ein Geschenk. Das Paket enthält eine gepresste Blüte hinter Glas, genau wie in den 43 Jahren zuvor. Vangers Lieblingsnichte Harriet hatte ihm 1958 zum ersten Mal dieses Geschenk gemacht, doch dann verschwand sie spurlos. Ihr Leichnam wurde nie gefunden.
In einer letzten Anstrengung beschließt Vanger herauszufinden, was dem geliebten Mädchen tatsächlich zustieß. Er engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der, getarnt als Biograf, bald auf erste Spuren stößt. Unterstützt wird er von der jungen Ermittlerin Lisbeth Salander, einem virtuosen Computergenie mit messerscharfem Verstand. Je tiefer Blomkvist und Salander in der Vangerschen Familiengeschichte graben, desto grauenvoller sind ihre Enthüllungen.

Und darum mag ich es

Eigentlich will ich gar nicht viel über das Buch sagen, weil ich, als ich angefangen habe, das erste Buch der Millenium-Trilogie zu lesen, keine Ahnung hatte was mich erwartet. Und das war auch gut so. Denn selten hat mich ein Buch so geflasht wie Verblendung. Man muss dazu sagen: Auch wenn Skandinavien-Krimis sowieso schon ziemlich gehypt werden, muss ich mich in die Fan-Liste einreihen. Ich weiß gar nicht warum ich Krimis aus dem hohen Norden so gut finde, wahrscheinlich weil man mit dem rauen Klima eher einen Mord verbindet, als mit dem sonnigen Italien. Zurück zu Stieg Larsson. Ich konnte Verblendung nicht mehr aus der Hand legen und musste auch sofort den zweiten Band der Trilogie lesen. Zum Ende hin hat er mich nicht mehr so gefesselt, wie der erste, weshalb ich den dritten immer noch nicht gelesen habe. Das wird aber nachgeholt. Wie gesagt, lest das Buch, ohne viel darüber zu wissen oder zu erwarten. Und schaut euch danach den Film an. Ja und auch wenn ich Daniel Craig als Mikael Blomkvist und Rooney Mara als Lisbeth Salander gut fand – die schwedische Verfilmung ist viel besser!

Stefan Ahnhem – Herzsammler

Klappentext

Stockholm, kurz vor Weihnachten. Schnee und eisige Kälte haben die Stadt fest im Griff. Kommissar Fabian Risk wird zu einem brisanten Fall gerufen: Der Justizminister ist verschwunden. Er hat nach einer Debatte den Reichstag verlassen, kam aber nie bei dem auf ihn wartenden Auto an. Risk findet den Minister, doch zu spät: Er wurde brutal ermordet. Und es bleibt nicht bei dieser einen Entführung. Gleichzeitig wird in Kopenhagen eine Frau umgebracht. Die junge Polizistin Dunja Hougaard ermittelt, muss sich dabei aber mit den unwillkommenen Avancen des Polizeichefs herumschlagen. Der sabotiert den Fall, wo er nur kann. So fällt keinem die Ähnlichkeit zu der Mordserie im Nachbarland Schweden auf. Bis es fast zu spät ist.

Und darum mag ich es

Und noch ein Krimi aus Skandinavien! Die Geschichte um die dänische Ermittlerin Dunja fand ich super, wobei ich mich mit dem Komissar-Duo Fabian und Malin nicht wirklich anfreunden konnte. Schön an *Herzsammler finde ich das offene Ende und  die verschiedenen Themen, die aufgegriffen werden: Organhandel, Kannibalismus, Menschenhandel, Prostitution. Harter Tobak, aber ich finde seichte Krimis einfach totlangweilig. Deshalb werde ich auch nicht wirklich mit deutschen Krimis warm – außer mit Nele Neuhaus.

Nele Neuhaus – Böser Wolf

Klappentext

An einem heißen Tag im Juli wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen zu einem Kinderdorf im Taunus und zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.

Und darum mag ich es

Ein Taunuskrimi. Ohje, Regionalkrimis stelle ich im Buchladen eigentlich so schnell wie es geht wieder zurück ins Regal. Irgendwie habe ich mich aber mal dazu hinreißen lassen „Schneewittchen muss sterben“ von Nele Neuhaus zu lesen und fand es grandios. Eine deutsche Version von Tess Gerritsen sozusagen. Vor allem die beiden Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff finde ich sympathisch und fand auch die Besetzung in der Verfilmung mit Tim Bergmann unf Felicitas Woll (Ich war großer Berlin, Berlin-Fan) super. *Böser Wolf hat mich nun noch mehr überzeugt und in seinen Bann gerissen. Es ist schon der sechste Band aus der Reihe und meiner Meinung nach wird Nele Neuhaus immer besser. Auch das Thema Kindesmissbrauch, über das es in dem Buch geht, behandelt Neuhaus mit Fingerspitzengefühl und schafft es, mir einen Gänsehautschauer nach dem anderen zu verpassen.

One comment

  1. Angelika says:

    Habe die Klappentexte alle gelesen und weiss nicht, was am schaurigsten ist, sehr, sehr spannend.
    Ich glaub ich trau mich doch zuerst die gute alte Agatha lesen. Aber sehr gute Vorschläge.

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