Filterkaffee ist das neue Schwarz!

Filterkaffee? Da denkt man doch eigentlich gleich an Oma und die alte Melitta-Werbung…aber Filterkaffee ist wieder ziemlich angesagt, wenn man Kaffee-Kenner fragt.

Mal ehrlich, wann habt ihr den letzten Filterkaffee getrunken? Ich meine ausgenommen, als ihr letztens bei Oma zu Besuch ward…ich bin wieder auf den Geschmack gekommen, als ich in mehreren Cafés Filterkaffee probiert habe, der mir viel besser geschmeckt hat, als der Kaffee aus Vollautomaten oder mit Kapseln. Es gibt unzählige Methoden der Kaffeezubereitung, wir zuhause haben eine Filtermaschine mit eigenem Mahlwerk, das heißt man gibt die ganzen Bohnen rein, die erst dann gemahlen werden, wenn der Kaffee zubereitet wird. So hat man immer frisch gemahlenen Kaffee und das duftet auch noch so gut…außerdem verliert der Kaffee 30 Minuten nach dem Mahlen 30 Prozent seiner Qualität!

Einziges Manko – manchmal vermisse ich schon einen Espresso, Cappuccino etc. Aber dafür gibt es zum Glück auch kleine Espresso-Kocher, die man auf den Herd stellt, sodass sie nicht so viel Platz in der Küche wegnehmen. Der Espresso ist dann zwar ein Mokka, geschmacklich ist das für mich aber sehr ähnlich…und mit aufgeschäumter Milch mein Nachmittagshighlight! Kommen wir aber zurück zum Filterkaffee. Ich teste mich gerade durch einige Röstereien und bin auf die  *Flying Roasters aus Berlin gestoßen, von denen ich zwei Sorten Kaffeebohnen testen durfte. (250g Filterkaffee kosten zwischen 6 und 7 Euro)

Der kleinen Rösterei kommt es natürlich in erster Linie darauf an Kaffee in guter Qualität anzubieten. Außerdem achten die Gründer von Flying Roasters aber auch darauf, dass von der Ernte bis zur Röstung faire Arbeitsbedingungen herrschen. Den Rohkaffee bezieht die Rösterei ohne Zwischenstationen – direkt vor Ort. So kann sich das Team von Flying Roasters selbst vergewissern, dass soziale Arbeitsbedingungen gewährleistet sind. 

Bunter Bird

Der Kaffee der Flying Roasters wird schonend geröstet, sodass viel Aroma bleibt und der Kaffee nur wenig Säure entwickelt. Der Kaffee Bunter Bird hat den geringsten Röstgrad (nur eine Kaffeebohne) und ist daher sehr mild. Ich fand vor allem angenehm, dass er nur eine ganz leichte Säure hatte, sodass ich ihn sogar ohne Milch trinken konnte – und ich bin eigentlich kein „Kaffee schwarz“-Trinker.

Funky

Dieser Single Origin Kaffee, d.h. alle Kaffeebohnen stammen aus demselben Anbaugebiet, hat ein kräftiges Schokoladenaroma. Der Funky Kaffee wurde zwar stärker geröstet als Bunter Bird (er hat zwei Kaffeebohnen auf der Packung), schmeckt aber trotzdem sehr mild und hat nur eine leichte Säure. Laut Beschreibung soll er auch nach Karamell, Trockenfrüchten und Macadamia-Nuss schmecken…das konnte ich aber als Laie nicht herausschmecken. Lecker war er aber auf jeden Fall!

One comment

  1. Anonymous says:

    Ich bin ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker und freue mich immer riesig, wenn ich eine neue Rösterei kennenlerne. Bei dieser beschriebenen bin ich richtig neugierig und zwar auf den Funky. Mit der Herstellung habe ich auch ein gutes Gefühl und da kann man den Kaffee doch nur noch genießen.

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