[bloggerevent] Baristakurs in der Kaffeerösterei Dinzler

Was machen acht Münchner Blogger und Autoren an einem Nachmittag in der Kaffeerösterei Dinzler am Irschenberg? Genau, endlich lernen wie man dieses doofe Herz auf dem Cappuccino hinkriegt!

Naja, das mit dem Herz klappt immer noch nicht so gut, aber immerhin bleiben bei einem misslungenen Herz auf dem Milchschaum Interpretationsmöglichkeiten für andere Symbole – das ist fast so wie Bleigießen! Aber bevor ich zum Milchschaum lernen komme, mal der Reihe nach.

Ich wurde von der lieben Julia von Geschwister Zack PR zum Bloggerevent in der Kaffeerösterei Dinzler am Irschenberg eingeladen, genauer gesagt zu einem Baristakurs. Da ich Kaffee liebe, schon oft bei Dinzler war und ich schon immer mal mehr über die perfekte Kaffeezubereitung wissen wollte, hab ich natürlich sofort zugesagt! Mit von der Partie waren außer mir Pia von Munich Inside, Sharon von Mucbook, Ben von Gastro Benni, Bianca von Biancas Blog, Sven von Outdoorrunde, Sissi von Mit Vergnügen München und Matthias von Münchner Schmankerl.

Wir kamen also nachmittags ganz gespannt bei Dinzler direkt am Irschenberg an – und hier ist nicht nur die Kaffeerösterei, sondern auch Gastronomie-Betrieb. Der untere Bereich, in dem sich auch der Dinzler-Shop befindet, ist eher für einen schnellen Kaffee to go geeignet. Auf den langen Holztischen und Lederbänken kann man aber auch bei einem Stück Kuchen und leckerem Cappuccino ein kleines Päuschen auf der Fahrt in den Süden machen oder abends die neu im Sortiment angebotene Holzofenpizza probieren. Oben ist dann das riesige Restaurant, in dem man Frühstücken, Mittag- und Abendessen kann – das Frühstück hier ist zwar lange kein Geheimtipp mehr, aber jeder, der noch nie da war, sollte auf jeden Fall einmal zum Frühstücken herkommen und danach noch einen Ausflug in die Berge machen – das perfekte Sonntagsprogramm!

Und dann ging es auch schon los mit unserem Baristakurs mit Thomas Steinke, Kaffeeröster und Geschäftsführer bei Dinzler. Zunächst hat er uns einen kleinen Imagefilm über das Dinzler-Unternehmen und den Kaffee-Anbau gezeigt. Bei Dinzler wird nämlich von Hand gepflückt und so kommen nur die besten Kaffeebohnen in den Kaffee, d.h. keine unreifen, verfaulten oder von Insekten angefressenen Bohnen – und das schmeckt man auch! Aber dazu später mehr…

Dann ging es endlich in die Rösterei, wo die riesigen Maschinen stehen, sich hunderte Kaffeesäcke aufeinanderstapeln und wo es vor allem wunderbar duftet…zwar nicht nach dem typischen Kaffeegeruch, sondern irgendwie nach frischem Brot – mhhhmm! Nachdem wir zugucken durften, wie die Bohnen in einer großen Trommel geröstet werden und wie der „Röstmeister“ seinen Job verrichtet, ging es ins Kaffeelabor…

Dort hat uns Thomas erst einmal den Unterschied von Robusta und Arabica erklärt und uns die selbst entwickelte Filtermaschine von Dinzler gezeigt wo wir gleich einmal eine Kostprobe bekommen haben – frisch gebrühter Filterkaffee, der überhaupt nicht so geschmeckt hat wie die schwarze Brühe, die man sonst immer bekommt…sondern, der irgendwie ganz mild, überhaupt nicht säuerlich war und fast schon an Tee erinnert hat.

Dann ging es aber an die Espresso-Maschine, wo wir erst einmal gelernt haben, worauf es beim Espresso machen ankommt: die richtige Menge an Kaffeepulver, die richtige Pressung, das richtige Wasser – man kann also bei so einer kleinen Tasse Espresso ziemlich viel falsch machen. Dann kam der schon angekündigte Milchschaum – eine Kunst für sich. Jeder durfte mal probieren: schäumen, eingießen, ein Herz versuchen. Bei der Milch sollte man darauf achten, dass sie einen hohen Eiweißgehalt hat (dann schäumt sie besser), dass sie kalt ist und dass man Frischmilch verwendet. Ob euer Milchschaum gut ist, erkennt ihr z.B. an der Größe der Bläschen – je größer sie sind, desto „schlechter“ ist der Milchschaum. Ansonsten heißt es: üben, üben, üben!

Und jetzt noch ein Wort zum Kaffee von Dinzler, den wir in allen Variationen probieren durften – ich habe wirklich noch nie so einen guten Kaffee getrunken! Und auch der Cappuccino war der Hammer…dicker Milchschaum, der sich schön mit dem cremigen Kaffee verbindet und nicht wie eine Haube, die auf einer dünnflüssigen Brühe liegt. Wer ihn also noch nicht probiert hat, sollte das nachholen!

Zum Schluss wurden wir noch zum Abendessen im Restaurant eingeladen und bekamen einen Goodie-Bag mit vielen Infos über Dinzler und z.B. auch das anstehende Irschenberg-Festival von 24.-28.5. und (natürlich) einer Packung Kaffee. Auf der Speisekarte stehen bayerische Klassiker, aber es gibt auch Flammkuchen, Pasta, Burger, Crèpes und wie gesagt Pizza. Mein Schnitzel mit Preiselbeeren und Bratkartoffeln war der krönende Abschluss eines wunderschönen, aufregenden Nachmittags und Abends!

One comment

  1. Anonymous says:

    Ich bin ja eine Kaffeetrinkliebhaberin und bin schon ein wenig verwöhnt. Freue mich immer auf neue Röstereien, habe den Namen schon mal gehört und werde ihn am Wochenende ausprobieren, bei einem Kaffeezwischenstopp am Irschenberg, auf dem Weg ins Salzkammergut.

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