[wanderlust] Amsterdam – Insidertipps

Nach meinem Schottland-Urlaub, muss ich natürlich noch von meine Amsterdam-Trip berichten. 

Kamera raus!

Amsterdam erkundet man am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Am schönsten finde ich die Viertel „De Pijp“ und „Jordaan“.

„De Pijp“ ist ein hipper Stadtteil, in dem viele Studenten und Künstler leben oder sich zumindest am liebsten aufhalten. Wegen seiner Vielfalt an Nationalitäten wird es auch „Quartier Latin“ genannt. In „Jordaan“ geht es auch nicht viel ruhiger zu und auch hier gibt es viele trendige Shops und Restaurants mit Fusion-Cross Over-was weiß ich-Küche. Cool sind die „9 Straatjes“, in denen der Shoppingtraum wahr wird.

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1. Amsterdam-Noord

Unser Airbnb-Apartment befand sich in Amsterdam-Noord. „Oh neee, so weit weg vom Zentrum…“ Ja schon, aber hätten wir hier nicht das letzte bezahlbare Apartment in Amsterdam gefunden, hätten wir dieses schöne Fleckchen auf der anderen Seite der Amstel wohl nicht besucht. Hier merkt man, dass man in Holland ist und was gibt es schöneres, als für das Frühstück um die Ecke zu gehen und Brot und Käse nicht im Supermarkt, sondern stilecht in einer kleinen Bäckerei und einem Käseladen zu kaufen, in dem man sich mit Händen und Füßen verständigen muss? Amsterdam-Noord ist authentisch holländisch, idyllisch und der perfekte Ort, um dem Trubel der City zu entfliehen. Ein Bus fährt direkt vom Hauptbahnhof über die Brücke in das kleine Viertel am Stadtrand.

2. Käsemarkt Alkmaar

Jeden Freitagmorgen wird es gelb in Alkmaar, denn dann ist hier Käsemarkt und Tausende von Käselaiben werden auf den Marktplatz gerollt. Von Amsterdam aus, liegt der kleine Ort nur etwa eine Stunde mit dem Zug entfernt, sodass wir uns das Schauspiel von der Nähe aus ansehen wollten. Hier gilt aber das selbe Problem, wie bei anderen Touristenattraktionen auch: Überfüllung. Die Stände mit dem vielen Käse sind ja ganz nett, aber wirklich gesehen habe ich nichts und probieren konnte ich auch nichts, weil ich mich nicht nur die Menschenmassen kämpfen wollte. Aber trotzdem ist das Spektakel einen Besuch wert, allein deswegen, weil Alkmaar so viele kleine, süße Geschäfte und Cafés zu bieten hat, dass man sich hier gerne mal verirrt.

3. Rotlichtviertel

Da sind sie, die Magic Mushrooms. Wer, im Gegensatz zu mir, die Zauberpilze oder andere betörende Mittelchen probieren will, sollte einen Abstecher ins Rotlichtviertel machen – hier ist es zwar nicht schön, aber man sollte es doch einmal gesehen haben. Coffeeshops (Cafés, wo man Gras rauchen kann), Stripclubs und auch Bordelle reihen sich hier aneinander und vor allem nachts ist es hier lebendig. Mich hat das ganze ein wenig geschockt…aber irgendwie war ich auch fasziniert…kennt ihr das?

4. Vondelpark

Der Vondelpark ist zwar nur der zweitgrößte Park Amsterdams, aber dennoch der schönste. Nicht ohne Grund zieht es jedes Jahr etwa zehn Millionen Besucher in den Park. Hier kann man picknicken, in einem der Cafés brunchen, mit dem Fahrrad einmal durchcruisen oder einfach nur spazieren gehen und die wunderschönen Blumen, Bäume, Brunnen und tierischen Parkbewohner beobachten. Im Sommer findet hier abends ein Open Air-Theater statt. Der Eintritt für den Park ist kostenlos.

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5. Hofjes

In Niederlanden gibt es etwa 200 „Hofjes“, das heißt Wohnanlagen, die reiche Kaufleute ihren Bediensteten im Ruhestand etwa ab dem 12. Jahrhundert stifteten. Heute sind sie zwar nicht mehr kostenlos, werden aber an sozial schwache Niederländer vermietet. Amsterdam beherbergt 47 Hofjes und vor allem im Jordaan-Viertel findet man viele der schmucken, kleinen Hinterhöfe, die eine wahre Ruheoase sind. Außer den ehemaligen „Altenheimen“, gibt es auch jene Hofjes, die aus religiösen Gründen entstanden sind – die Beginenhöfe. Hier konnten Frauen ihr Leben einzig und allein dem Glauben widmen, ohne dass sie in ein Kloster eintreten musste. In Amsterdam gibt es natürlich auch einen, ganz in der Nähe der Singelgracht und der bekannten Spuistraat.

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6. Grachten

Die Hauptfunktion der heute 165 Grachten, die von über 1000 Brücken überspannt sind, war damals der Transport zu und von den Lagerhäusern der Kaufleute. An den Grachten kommt man in Amsterdam nicht vorbei, da sich hier mittlerweile viele Museen, Cafés, Restaurants und Shops angesiedelt haben. Besonders schön sind die Herengracht, Prinsengracht, Keizersgracht, Singelgracht und Brouwersgracht. Die schönste Brücke ist die Magere Brug, die nachts beleuchtet wird. Wir haben auch eine Grachtenfahrt bei Nacht gemacht, die Angebote sind ziemlich ähnlich, etwa 15 Euro pro Stunde.

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7. Van Loon Museum

Wer wissen will, wie eine wohlhabende Familie damals in Amsterdam gelebt hat, der sollte mal im Van Loon Museum vorbeigucken. Die Familie Van Loon kaufte das Haus im Jahr 1884 und es ist immer noch gut erhalten. Heute sehen die Räume noch genauso wie damals aus und Gemälde, Fotografien, Kleidung und persönliche Erinnerungsstücke führen durch das Leben der Familie. Mir hat es hier gefallen und auch der kleine Garten mit den vielen Tulpen ist wirklich hübsch. 

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Weitere Must-Sees:

Noordermarkt (den Albert-Cuyp-Markt fand ich persönlich nicht so schön)

Anne Frank Haus (ein MUSS! Am besten sehr früh oder sehr spät hingehen)

Van Gogh Museum

Rembrandtmuseum

Königspalast am Dam Platz

Rijksmuseum

Must-Eats

Amsterdam ist ein Paradies für Foodies. Irgendwie duftet es hier überall nach frischgebackenen Pfannkuchen (könnte vielleicht auch Einbildung sein) und die Karamellwaffeln schmecken hier viel besser als zuhause. Ein Stück Apfelkuchen ist hier so groß wie bei uns der halbe Kuchen und ich hab mich in noch etwas verliebt – in Appelflap. Eine Apfeltasche. Nur besser.

Außerdem gibt es viele indonesische Restaurants in den Niederlanden (ehemalige Kolonie), dort sollte man unbedingt das Traditionsgericht „Reistafel“ bestellen.

Das solltet ihr probieren:

Appelflap

Bitterballen

Stroopwafel

Poffertjes

Appeltaart

Indonesische Reistafel


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Coole Locations

Villa Zeezicht

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Leider etwas touristisch, aber hier gibt’s leckeren Apfelkuchen mit einem super Ausblick.

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Vlaamse Friethuis

Voetboogstraat 31

Die besten Pommes. Und die größte Soßenauswahl. Ehrlich.

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Lot Sixty One

Kinkerstraat 112

Der weite Weg lohnt sich. Leckerer Kaffee aus der hauseigenen Rösterei.

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Pathé Tuschinski

Reguliersbreestraat 26-34

Cooles, altes Kino, in dem man sich wie im Theater fühlt. Unbedingt in den großen Saal gehen!!

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Pluk

Reestraat 19

Cooles Café in den 9 Straatjes, das Wert auf Bio-Produkte legt.

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Ivy & Bros Amsterdam

Oudezijds Voorburgwal 96a

Nicht ganz leicht zu finden (ich hab es auch zunächst mit einem Möbelgeschäft verwechselt), aber hier gibt es leckeren Kaffee in chilliger Atmosphäre.

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Wenn ihr noch ein paar kulinarische Mitbringsel braucht, oder einfach mal einen schicken Supermarkt von innen sehen wollt, geht in 

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Den gibt es öfters in Amsterdam und dort werdet ihr auf jeden Fall fündig.

Ein weiterer cooler Supermarkt, wenn auch ein bisschen kleiner ist

STACH

Von den kleinen Imbissläden gibt es auch mehrere und von frischen Backwaren, über Getränke und Schokolade gibt es dort alles, was Amsterdamer gerne snacken.

Noch mehr Cafés, in die wir es leider nicht geschafft haben, die aber auf jeden Fall ein Besuch wert sind:

De laatste Kruimel
Langebrugsteeg 4
De Baakerswinkel
mehrere Locations
Bakers & Roasters
Eerste Jacob van Campenstraat 54
Winkel 43
Noordermarkt 43

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