[wanderlust] 4 Wochen allein durch Süd-Indien (2)

Und weiter geht es mit meiner Indienreise. Mein nächstes Ziel waren die Höhlen von Aurangabad, von wo aus es weiter in das muslimische Hyderabad ging.

Die Höhlen von Aurangabad

Von Mumbai aus ging es per Nachtbus weiter nach Aurangabad. Vor meiner Reise hatte ich Bilder von den „Ellora- und Ajanta-Caves“ gesehen und wollte mir sie unbedingt aus der Nähe angucken. In Aurangabad war ich glaub ich wirklich die einzige Touristin, die nicht aus Indien kam. Das ist leider auch der große Nachteil in Indien, vor allem wenn man alleine als Frau unterwegs ist: du wirst ständig und überall angestarrt, allen voran von Männern und Kindern. Frauen sieht man selten allein und wenn, gucken sie dich nicht an. Ich hatte trotz unglaublich schwüler Hitze auch nie (außer in Goa) eine kurze Hose an oder habe zu viel Haut an den Armen gezeigt. Am besten kommt bei Mädels diese Klamotten ins Reisegepäck:

  • Luftige, lange oder ¾-Hosen/Röcke
  • Dünne T-Shirts und Tunikas, aber keine Tops oder kurze Kleider
  • Ein Sommerschal (braucht man oft in Tempeln oder als Schutz vor der Sonne)

Damit seid ihr bestens ausgestattet und vor lüsternen Blicken sicher. Nun aber zu meinem Aufenthalt in Aurangabad.

Zum Glück habe ich bei meinem Ausflug zu den Höhlen ein paar Inder kennengelernt, die sich gut auskannten und mich vor dummen Anmachsprüchen der restlichen Männer bewahrt haben.

Die Ellora- und Ajanta-Höhlen schafft man nicht an einem Tag, da vor allem die Ellora-Höhle riesig ist. Beide Anlagen sind wuuuunderschön, wobei mir die Ajanta-Höhlen noch besser gefallen haben. In Ellora nimmt man sich am besten ein Tuktuk, das einen herumfährt, da die Wege von Höhle zu Höhle sehr weit sind und die Sonne keine Gnade kennt.

Ich blieb also zwei Tage in Aurangabad, guckte mir außerdem noch die kleine Nachbildung des Taj Mahals an, bevor ich weiter nach Hyderabad zog.

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Faszinierende Höhlenmahlereien

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Die Höhlen von Ajanta

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Paratha mit verschiedenen Currys

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Affenzirkus

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Nachbildung des Taj Mahals in Aurangabad

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Muslimisches Hyderabad

In Hyderabad bin ich auch nur zwei Tage geblieben und dort gibt es meiner Meinung nach auch nicht so waaaaahnsinnig viel zu sehen. Zum Glück hatte ich Unterstützung eines Inders, den ich in Aurangabad kennengelernt hatte. Indien ist eigentlich hinduistisch, wobei gewisse Regionen größtenteils muslimisch sind. Da gehört Hyderabad dazu, was an den verschleierten Menschen und den vielen Moschees deutlich wird. Die muslimischen Gebetshäuser sind wirklich einen Besuch wert, Frauen haben aber nur begrenzt Zutritt und müssen sich vor Betreten auch komplett verhüllen. Außerdem haben wir noch einen berühmten indischen Tempel besichtigt, von dem ich leider keine Fotos habe, da ich meine Kamera vorher abgeben musste. In einem Museum war ich auch, wo mir meine indische Begleitung die hinduistische Religion versucht hat näher zu bringen…ich kann nur sagen, ich war wirklich fasziniert, aber so ganz verstanden habe ich das alles mit Ganesha, Krishna und Vishnu immer noch nicht. 

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Nur Männer dürfen in die Moschee

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Tuktuk-Chaos

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Größte Moschee von Hyderabad

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